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Blumenkohl Nudelauflauf

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Blumenkohl ist wohl nicht das allerbeliebteste Gemüse, was es so gibt. Warum eigentlich? Weil es viele nur als zerkochtes, matschiges Etwas kennen? Ich versuche immer mal wieder, mich an diese einheimischen Kohlsorten heranzutasten, denn sie sind in der Saison sehr gesund und auch noch preiswert. Mit den überbackenen und gerösteten Rosenkohlgerichten habe ich mich tatsächlich inzwischen angefreundet, nun bekommt der Blumenkohl eine neue Chance. Kombiniert gibt es ihn heute mit Nudeln und quasi versteckt in einer cremigen Sauce. Das Ganze wandert in den Backofen und wird überbacken.

Was mich am Blumenkohl auch immer wieder abschreckt, sind die riesigen Köpfe, in denen er verkauft wird. Das ist so viel Blumenkohl auf einmal, dass es einfach zu viel für uns ist oder wir drei Tage hintereinander Blumenkohl essen müssten. (Wer leckere Rezepte für solch einen Marathon hat, kann sie gern in die Kommentare schreiben.) Achtet hier also auch darauf, dass ihr kein riesiges Exemplar nehmt – außer natürlich, ihr könnt von ihm nicht genug bekommen. Meiner hatte etwa 15 cm Durchmesser für die Hälfte des folgenden Rezeptes.

Zutaten (für 4 hungrige Personen):
500 g Nudeln
Salz und Wasser zum Kochen
1 Zwiebel
1-3 Knoblauchzehen (nach Geschmack)
1 Blumenkohl (nicht zu groß, etwa 20 cm Durchmesser ist mehr als ausreichend)
etwas Öl
250 ml Wasser oder Brühe
250 ml Milch (auch pflanzliche funktioniert wunderbar)
100 g Käse, gerieben
Gewürze nach Wahl – beispielsweise Salz, Pfeffer, Muskat, Paprika, Thymian, Oregano, Majoran, …
1 große Auflaufform, Pürierstab
Zubereitung:

  • Die Nudeln in reichlich Wasser nach Packungsanleitung gar kochen.
  • In der Zwischenzeit die Zwiebel und den Knoblauch schälen und klein schneiden. Den Blumenkohl von den äußeren Blättern und dem untersten Teil des Strunks befreien. Grob zerkleinern – dabei ist es unwichtig, die Röschen hübsch abzuteilen.
  • Die Zwiebeln, den Knoblauch und den Blumenkohl in etwas Öl anschwitzen, bis alles etwas Farbe bekommen hat. Mit 250 ml Wasser oder Brühe ablöschen und bei geschlossenem Deckel etwa 10 Minuten leicht köcheln lassen. Nach den 10 Minuten die Milch und die Gewürze mit zum Blumenkohl geben und mit dem Pürierstab glatt pürieren. (Dazu unbedingt den Topf von der heißen Platte nehmen und vorsichtig sein, denn die Mischung ist heiß.)
  • Den Backofen auf 200 °C vorheizen und ein Backgitter auf die mittlere Schiene oder eine darüber stellen.
  • Den Käse und die Nudeln mit zu der Blumenkohlsauce geben und alles gut vermischen. Danach in die Auflaufform füllen, diese in den Backofen stellen und etwa 15 Minuten überbacken, bis die Oberfläche leicht braun wird.

Guten Appetit!

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Ihr habt dieses oder ein anderes meiner Rezepte ausprobiert? Ich würde mich über eine Rückmeldung freuen! Gerne mit Bild für meine Nachgemachtseite!

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Das Rezept stammt aus dem Kochbuch „Freche Freunde“ von Natascha Neumann – ich habe es leicht abgewandelt, aber das Grundprinzip ist erhalten geblieben. Die „Frechen Freunde“ sind vielleicht dem ein oder anderen von euch ein Begriff – vor allem denjenigen, die öfter man vor dem Regal mit Kindersnacks beim Einkaufen stehen. Die Autorin ist auch gleichzeitig die Gründerin dieser Marke und so schaut uns auch in diesem Kochbuch alles Gemüse und Obst mit großen Kulleraugen an. Meine Kleine fand das tatsächlich ganz witzig. Vielleicht kennt sie aber einfach schon zu viele Kochbücher, denn sie schaute sich dann lieber die fertigen Gerichte an. Auch von denen gibt es nämlich schöne Aufnahmen im Buch. Auch überschrieben sind die Rezepte mit den passenden Namen, der obige Auflauf steht beispielsweise als „Berts Nudelauflauf“ im Buch. Daneben ist ein Bild von Bert Blumenkohl, denn das Gemüse hat nicht nur Augen, sondern auch Namen. Ansonsten sind die Rezepte unfassbar alltagstauglich und so, dass man sich problemlos im stressigen Familienalltag unterbringen kann. Puristen werden vielleicht über TK Spinat und Dosenmais die Nase rümpfen, das verstehe ich auch bis zu einem gewissen Grad, aber in diesem Kontext und bei diesem Konzept, finde ich es irgendwie logisch und einfach realistisch. Natürlich koche ich auch lieber „from scratch“, das ist aber nicht immer möglich oder man hat auch einfach nach einem langen Tag unterwegs keine Lust mehr. Konsequenterweise sind dann auch die Zutatenlisten sehr kurz und knackig. Ein gutes Buch für die Mütter (oder selbstverständlich auch Väter), die neue Kochideen suchen, aber keine Lust und / oder Zeit auf aufwändigere Rezepte haben. Übrigens wahrscheinlich auch super als Einstiegskochbuch nach dem Auszug…

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Sucht ihr noch so ein super-schnelles Gericht? Schaut euch doch meinen Tortelloniauflauf mal an!

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Das Buch „Freche Freunde“ von Natascha Neumann umfasst rund 95 Seiten, kostet 12,99 Euro und erschien in der Edition Michael Fischer. Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar.
Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.

 

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  1. Ich esse Blumenkohl sehr gerne- allerdings ist das Aufwärmen etwas problematisch, dann fängt er an zu kohlen. Jenachdem läßt sich ein Überschuß in einem Salat verwenden, mit Zitronensahne oder Ähnlichem. Oder eben am ersten Tag knackig essen, dann übersteht er auch ein Aufwärmen am zweiten Tag. So einen Auflauf – ähnlich reichhaltig wie Mac’nCheese- hab ich auch im Repertoire…

    Antwort
  2. Hast du es schon mal mit Blumenkohl-Curry probiert? Meiner Erfahrung nach sind Curry-Gerichte eine gute Möglichkeit, um übrig gebliebenes Gemüse quasi „loszuwerden“. Wenn du eine aromatische Curry-Paste oder -Gewürzmischung verwendest, dürfte auch der Blumenkohl-Geschmack nicht ganz so prominent sein…

    Antwort

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