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Millassou – Französischer Kürbiskuchen mit Maisgrieß aus dem Périgord

Veröffentlicht am

Herbstzeit ist für mich Kürbiszeit und man kann so schöne Dinge aus Kürbissen machen!

Die klassischen Verwendungszwecke, wie Kürbisbrot oder gebackene Kürbisspalten, finde ich schon klasse, aber noch begeisterter bin ich von verschiedenen Kuchen oder Keksen, die aus / mit Kürbis gebacken werden. Diesen französischen Kuchen müsst ihr unbedingt ausprobieren!

Millassou17

Wie ihr bereits bemerkt haben werdet, finde ich es immer wieder toll und spannend mit Gemüse süße Dinge zu backen. Dieser französische Kürbiskuchen war wohl einer der ersten Kuchen, die ich aus dieser Kategorie jemals gebacken habe. Da man nur recht wenig Zutaten benötigt und im Prinzip nur alle zusammenrührt, fällt die Millassou für mich in die Kategorie der schnellen Kuchen, obwohl noch erst der Kürbis zerkocht werden muss.

Kuerbis5

Der Name „Millassou“ wird abgeleitet von einer kleinkörnigen Maisart namens „millette“. Entsprechend entspricht der südfranzösische Ausdruck „millas“ dem, was hierzulande im Allgemeinen als „Polenta“ bekannt ist (letztere Bezeichnung ist schlicht der italienische Ausdruck).

Die Millassou bekommt ihre satte gelbe Farbe also zum einen durch den Kürbis und zum anderen durch den Maisgrieß. Beides zusammen harmoniert wunderbar. Am Ende bekommt man einen Kuchen, der schwer und kompakt ist und durch den recht hohen Grießanteil an einen festen kühlen Grießbrei erinnert. Nur halt noch viel schmackhafter und saftiger und… Probiert den Kuchen einfach aus, im Moment gibt es ja überall Kürbisse.

Millassou13

Im Allgemeinen bin ich kein Fan von Silikonformen zum Backen, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass die Außenseiten der Backteile nicht so schön knusprig werden. Bei diesem Kuchen ist das nicht schlimm, weil sie sowieso nicht knusprig werden und da der gebackene Teig recht fest und kompakt ist, eignet sich dieses Rezept eigentlich perfekt für hübsche kleine Silikonförmchen, da man die gewünschten Formen sehr gut erkennen kann. Dazu kommt noch, dass der Teig überhaupt nicht aufgeht und so erhält man schöne saubere Standflächen.

Nimmt man von der unten angegebenen Rezeptmenge 2/3 von allen Zutaten, reichte der Teig für 6 große Muffins, 6 Rosen (etwas kleiner als die Muffins) und einen flachen Kuchen von 18 cm Durchmesser.

Millassou5

Ich reduziere für gewöhnlich gern den Eieranteil bei Kuchen, bei diesem sollte man das auf keinen Fall tun.

Im Originalrezept wird statt Maisgrieß Maismehl verwendet, da ich oft Schwierigkeiten hatte, Maismehl zu bekommen, habe ich es durch die gleiche Menge Maisgrieß ersetzt. Das klappt ebenfalls wunderbar. Wenn man die Zeit hat, ist es gut, wenn man den fertig angerührten Teig 15-30 Minuten ziehen lässt, damit der Grieß schon etwas quellen kann. Hat man die Zeit nicht, ist das auch nicht besonders schlimm.

 

Zutaten:

1,5 kg Kürbis

6 Eier

1/2 l Milch

375 g Zucker

200 g Butter

375 g Maisgrieß (oder –mehl)

Nach Belieben: 50 ml Rum

 

1 großen Topf (mind. 4 l Fassungsvermögen)

1 Pürierstab

1 gut schließende Springform, 26 cm Durchmesser, ausgebuttert

oder entsprechend viele kleine Silikonförmchen

 

Zubereitung:

  • Den Kürbis schälen, entkernen und in Würfel schneiden.
  • Die Kürbisstücke und etwas Wasser in den großen Topf geben und den Kürbis weich kochen. Das dauert je nach Stückgröße und Kürbisart ungefähr 10-30 Minuten.
  • Den Ofen auf 220 °C vorheizen.
  • Den weichen heißen Kürbis mit dem Pürierstab zu einem feinen Kürbismus pürieren.
  • Die Butter zu dem Kürbismus geben und rühren, bis die Butter geschmolzen ist.
  • Dann alle weiteren Zutaten zu der Butter-Kürbis-Mischung geben und alles zu einem homogenen Teig verrühren. Wenn man die Zeit hat: Diesen Teig für 30 Minuten stehen lassen (dann natürlich auch erst später den Backofen anstellen).
  • Den Teig in die Springform geben und in etwa 25 Minuten goldgelb backen. (Die Backdauer kann sich bei kleineren Formen etwas verkürzen, man sollte dann nach 15 Minuten schon einmal die Stäbchenprobe machen.)
  • Die Millassou etwas abkühlen lassen und dann lauwarm oder kalt genießen.

Bon appétit!

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  1. Bonjour!
    I live in the Périgord and in fall, I cook the „millas“ wich is a pumpkin cake with plums ans apples, and wheat flour, it’s also delicious!!
    I’m so glad to see my area cooking featured in one of your post!!
    Danke!
    Céline

    Antwort

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