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Kolibritorte / Hummingbird Cake

Veröffentlicht am

Sicherlich kennt ihr das auch: Eine bestimmte Art Buch hättet ihr eigentlich nie in eine Hand genommen und plötzlich wird es durch einen Zufall euer neues Lieblingsbuch, eine bestimmte Kombination von Zutaten hättet ihr nie ausprobiert und dann wird sie zu eurer neuen Lieblingskombination und so weiter. So in der Art ging es mir mit dieser Torte. Ein paar traurig aussehende Bananen fristeten ihr Dasein, eine halbe Dose Ananas stand noch in der Küche und es sollte eine Torte für den Nachmittagsbesuch geben. Nachdem ich eine Torte mit genau diesen Zutaten beim Durchblättern nicht übersehen konnte, war die Entscheidung schnell gefallen. Es würde eine Kolibritorte geben und sie wurde ein echter Überraschungserfolg!

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Grundsätzlich mag ich ja Bananen in Kuchen und auch Ananas bin ich normalerweise nicht abgeneigt, aber ich gebe zu, dass ich mir diese Kombination in einer Torte mit einem Frischkäsefrosting nicht so recht vorstellen konnte. Aber man soll ja neue Wege beschreiten und so machte ich mich an die Arbeit und heraus kam eine Torte, die karamellig durch die Banane, frisch durch die Ananas und knackig durch die Nüsse wurde und das alles zusammengehalten von einem leckeren Frischkäsefrosting.

Die Kolibritorte sieht zwar aus, als würde man nach einem Stück in ein Übersättigungs- und / oder Zuckerkoma fallen, aber auch in diesem Punkt ist sie für eine Überraschung gut. Genau dieses Gefühl bleibt nämlich aus und man kann tatsächlich noch ein zweites Stück genießen. Und auch am zweiten Tag ist sie noch genauso lecker wie am ersten. Ein weiterer großer Vorteil gegenüber vielen anderen Torten, die leider dazu neigen, ab dem zweiten Tag zu einem homogenen Gebilde zusammen zu verschmelzen.

Was ebenfalls erwähnenswert ist, ist, dass diese Torte sicherlich eine recht dankbare Torte für Einsteiger ist, da sie keine komplizierten Arbeitsschritte erfordert. Lediglich das Einstreichen mit Frosting und das Zusammensetzen erfordert ein bisschen Geschick und Geduld – ich empfehle, beim ersten Mal für absolute Ruhe in der Wohnung zu sorgen, denn zwischenzeitliche Frustrationsausbrüche sind bei der Tortenherstellung nicht ausgeschlossen.

Extrem wichtig ist beim Einstreichen, dass die Böden komplett ausgekühlt sind, wenn die Torte zusammengesetzt werden soll. Ist dies nicht der Fall, zerfließt das Frosting und das Ganze wird extrem instabil und formunschön.

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Von Tarek Malouf stammt das verwendete Originalrezept, was ich deutlich an den deutschen (Zucker-) Gaumen und die vorhandenen Zutaten angepasst habe.

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Die Menge reicht für eine zweilagige Torte von 26 cm Durchmesser oder eine dreilagige mit 20 cm Durchmesser.

Wer nicht genug Backformen hat, kann die Böden natürlich auch nacheinander in der selben Form backen. Dazu einfach die Backform mit Backpapier auslegen, den ersten Boden backen, ca. 10 Minuten in der Form auskühlen lassen, den Boden mit Backpapier herauslösen und dann die Backform wieder neu verwenden.

 

Zutaten:

Für die Tortenböden:

200 g Zucker

3 Eier

300 ml Sonnenblumenöl (oder ein anderes neutrales Öl)

270 g Bananen, zerdrückt

1 TL Zimt

300 g Mehl

1 TL Natron

1/2 TL Salz

1 Pck. / 1-2 EL Vanillezucker

100 – 150 g Ananas, in kleine Stücke geschnitten

100 g Walnüsse, gehackt + Evtl. ein paar zum Dekorieren der Torte

Für das Frosting:

400 – 500 g Puderzucker (je mehr man verwendet, desto fester, aber auch süßer wird das Frosting)

100 g weiche Butter

250 g Frischkäse

Evtl. etwas Zitronenzesten (= abgeriebene Schale einer Zitrone)

 

2 runde Springformen mit 26 cm Durchmesser, bzw. 3 mit 20 cm Durchmesser.

 

Zubereitung:

Als erstes die Tortenböden zubereiten:

  • Die Springformen mit Backpapier auslegen und an den Rändern einfetten.
  • Den Backofen auf 170 °C vorheizen.
  • In einer Rührschüssel den Zucker, die Eier, das Öl, die zerdrückten Bananen und den Zimt gründlich (am besten mit dem elektrischen Handmixer) verrühren. (Die Masse mag danach etwas eigenartig geronnen aussehen, lasst euch davon nicht irritieren.)
  • Mehl, Natron, Salz und Vanillezucker hinzufügen und alles gut vermischen.
  • Die Ananasstücke und die Walnüsse zum Teig geben und von Hand unterziehen.
  • Den Teig in die vorbereiteten Backformen füllen und im vorgeheizten Backofen für ca. 20 – 30 Minuten backen, bis die Böden goldbraun sind. Kurz in der Form abkühlen lassen, dann aus der Form lösen und vollständig (!) auskühlen lassen.

Nun das Frosting zubereiten:

  • In einer Schüssel den Puderzucker und die Butter gut verrühren.
  • Anschließend den Frischkäse und die optionalen Zitronenzesten dazu geben und 5 Minuten mit einem elektrischen Mixer aufmixen. Danach sollte die Masse leicht und fluffig sein. (Vorsicht: Schlägt man länger, wird die Masse flüssig, also nicht übertreiben.)

Nun die Torte zusammensetzen:

  • Dazu den ersten abgekühlten (ja, ich wiederhole mich) Tortenboden verkehrt herum auf die Tortenplatte (oder worauf die Torte später serviert werden soll) legen und rundherum Backpapierstreifen unter den Boden legen, sodass man sie leicht wieder herausziehen kann, aber rund um den Boden nichts mehr von der Tortenplatte zu sehen ist. Das verhindert, dass die Platte nach dem Einstreichen vollkommen verschmiert ist.
  • Ein Viertel, beziehungsweise Drittel bei einer zweilagigen Torte, der Glasur auf dem Tortenboden verstreichen.
  • Darauf wieder einen Boden legen, den gleichen Anteil Glasur darauf verstreichen und eventuell das Ganze noch einmal wiederholen. Der Boden, der bei der Torte am Ende ganz oben liegt, sollte richtig herum auf die Torte gesetzt werden, dadurch gibt es eine hübsche kleine Kuppel. Den mittleren Boden kann man nach Belieben mit einem Brotmesser glatt schneiden.
  • Zuletzt die Torte rundherum mit der restlichen Glasur bestreichen und mit ein paar Walnüssen dekorieren.

Enjoy your Hummingbird Cake!

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  3. Das ist MEIN Kuchen, den werde ich mögen 😀

    Danke für das klasse Rezept!!!

    Antwort
  4. packingbooksfromboxes

    Ich muss zugeben, dass das Törtchen total lecker aussieht und es sich auch so anhörte, schon bei deinen ersten Erzählungen… aber die Banane, die Banane…

    Antwort
    • Hm… ich denke noch mal darüber nach, ob man die Banane irgendwie auswechseln kann, aber spontan fällt mir da nichts ein…
      Mach‘ die Torte doch sonst als Geburtstagsgeschenk für jemanden, dann kannst du ein Stückchen probieren und wenn sie dir nicht schmeckt, macht das gar nichts und der Beschenkte freut sich trotzdem. 🙂

      Antwort

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