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Rezension: Burger Revolution

Veröffentlicht am

In letzter Zeit sind wieder so viele tolle Bücher erschienen, dass sich die Rezensionen bei mir inzwischen ein bisschen anstellen müssen und weil ich euch all die tollen Neuentdeckungen nicht vorenthalten möchte, habe ich diese Woche zur Rezensionswoche erklärt: Jeden Tag wird es eine Rezension geben. Ich wünsche euch viel Spaß dabei!

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Es gibt so Themen, bei denen man als Vegetarier gern mal etwas „ausgeschlossen“ wird. Zwei Bereiche, die das nach meiner Erfahrung besonders stark betrifft, sind: Grillen und Burger.

„Wie, du magst Burger / Grillen?! Aber du bist doch Vegetarier, das geht doch gar nicht…“ Solche oder ähnliche Sätze habe ich persönlich schon häufig gehört. Das Buch, was ich euch heute vorstellen möchte, ist für all die Burger-essenden Vegetarier und Veganer und solche Menschen, die sich für entsprechende Varianten interessieren.

Jonathan Häde hat mit seiner „Burger Revolution“ ein Buch zusammengetragen und entwickelt, mit dem auch jeder Vegetarier und Veganer verschiedenste spannende Burger ausprobieren und sich selbst zusammenstellen kann.

Im Buch findet man einige feine Beilagen, selbstverständlich Rezepte für verschiedene Buns (inklusive Hinweis, zu welcher Art Burger sie besonders gut passen), Saucen, Dips und sogar einige Getränke. Den Hauptteil bilden aber die beiden Kapitel über die Burger selbst – eines beschäftigt sich mit vegetarischen, eines mit veganen. Hier gibt es jeweils komplette Burger, die vorgestellt werden: Angefangen mit dem Bun, über verschiedene Saucen und sonstige Beläge, bis hin zu den Patties. Sehr positiv finde ich zum einen die Vielfalt – von schottisch inspirierten, bis hin zu indischen oder nahöstlichen ist alles dabei! Zum anderen finde ich die Auflistung der Zutaten sehr gelungen. Hier ist in der Zutatenliste sofort zu erkennen, welche Zutaten zu welchem Teil des Burgers gehören. Gerade bei Burgern, wo oft verschiedenste Komponenten zusammentreffen, ist solch eine Gliederung essentiell. Zusätzlich gibt es zu jedem Rezept einen kleinen Einleitungstext, eine Portions- und eine Zeitangabe. So kann man sich wunderbar orientieren. Jedes Rezept ist darüber hinaus ansprechend bebildert, alle im Stil wie auf dem Cover schon zu sehen ist. Abgeschlossen wird das Buch mit jeweils einem ausführlichen und hilfreichen Rezept- und Zutatenregister.

HamburgerHaifa 026

Besonders positiv finde ich ganz persönlich auch, dass nicht krampfhaft versucht wird, Fleisch-Burger nachzubauen, sondern eigene Kombinationen und Ideen erarbeitet wurden. Auch sind alle Burger tatsächlich unterschiedlich und unterscheiden sich nicht nur marginal von allen anderen. Exotische Zutaten werden sehr wenige verwendet. Tempeh findet man nach wie vor nicht immer ganz leicht, aber selbst Tofu oder Seitan werden kaum oder gar nicht verwendet. Die Rezepte sind also gut zu Hause umsetzbar, ohne stundenlanges Shoppen von Zutaten, die man dann nie wieder verwendet.

 

Rezepte, die ich bereits ausprobiert habe:

Süßkartoffel-Wedges: Süßkartoffeln sind schon etwas Feines und dann statt Pommes? Klingt lecker! Zwischendurch mische ich mal Süßkartoffelstückchen unter normale Kartoffeln, wenn ich Ofengemüse mache. Das ist schon sehr lecker. Hier werden Wedges geschnitten und in einer schönen Marinade aus verschiedenen Gewürzen und etwas Öl gebacken. Das Ergebnis schmeckte uns gut, leider bekommt man Süßkartoffeln aufgrund der dezimierten Stärke nicht so schön knusprig hin.

SuesskartoffelWedges1

Kiss of Haifa: Niemanden, der mich etwas kennt, dürfte es wundern, dass mich genau dieser Burger direkt ansprach: Klassischer Bun, gefüllt mit einem von Falafel inspirierten Patty und einer cremigen Joghurtsauce. Die „Falafel“ ist etwas bröselig, zur Bindung wäre etwas Ei ganz gut, aber das Rezept stand im veganen Rezeptteil. Die Kombi ist aber prima und hat uns gut gefallen.

HamburgerHaifa 027

Classic Bun: Ein einfaches Hamburger-Brötchen, was schön weich ist und seinen Sinn erfüllt. Ein gutes, einfaches Rezept.

HamburgerHaifa 002

Mein Fazit: Ein gelungenes Buch, das endlich auch die Vegetarier und Veganer noch mehr in das aktuelle It-Thema „Burger“ einbezieht. Was für eine große Vielfalt auch ohne Fleisch möglich ist, dürfte keinen verwundern, der sich mit dem Thema etwas beschäftigt hat. Trotzdem ist es schön, solch ein gelungenes Buch zu Rate ziehen zu können. Kreative Ideen, die ansprechend und appetitanregend präsentiert werden und mit heimischen Zutaten nachgekocht werden können. Das ist für mich eine optimale Mischung und so empfehle ich euch das Buch gern weiter!

 

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Das Buch „Burger Revolution“ von Jonathan Häde umfasst 144 Seiten, kostet 14,99 Euro und erschien in der Edition Michael Fischer.

Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar.

 

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  1. Hat dies auf trytogetvegan rebloggt und kommentierte:
    Hört sich nach einem tollen Rezeptbuch an. Von „Becky`s Diner“ gut erklärt worum es hauptsächlich geht und wie das Buch gegliedert ist!

    Antwort
  2. Hallöchen,
    das Buch klingt super. Wollte mir schon lange mal ein Burger Buch zulegen… dann werde ich mir das wohl mal näher anschauen. 🙂

    Viele Grüße und eine schöne Woche
    Bloody

    Antwort
  3. Bei mir in der Kantine gibt es selten Vegiburger und wenn. In der Füllung irgendein Quorn und 1! Scheibe Gurke und dazu Pommes. Lieblos und würde ich dies mittags im Büro Essen würde ich danach schlaaaafen. Die Kantinen haben noch viel Luft zur Verbesserung. Und, wieder hungrig durch deinen Blogg aber ich bin bald zu Hause und Männe ist schon am kochen!

    Antwort
  4. klingt innteressant- auch wenn ich gerne Fleisch guter Qualität esse. Vor Allem der Verzicht auf „so-tun-als-ob-“ Fleisch finde ich gut.

    Antwort

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