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Rezension: Flavour

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Als Abschluss der Rezensionswoche habe ich euch ein besonders großartiges Buch mitgebracht! Flavour!

Yotam Ottolenghi muss man nicht mehr wirklich vorstellen, oder? Der britisch-israelische Koch, der mehrere Restaurants in London betreibt, hat die nahöstliche Küche in Europa bekannt gemacht, ist bekannt für seine reichen Aromen, zugegebenermaßen teils längere Zutatenlisten und seine hervorragende Gemüseküche! Nun hat er gemeinesam mit Ixta Belfrage sein neuestes Kochbuch vorgelegt, „Flavour“ heißt es und abgesehen davon, dass seine anderen Bücher genauso heißen könnten, passt der Titel wie die Faust auf’s Auge!

Was ich an seinen Rezepten liebe, ist die Idee, dass an keiner Stelle ein Fleischgericht genommen und vegetarisiert wird. Viele Menschen glauben ja noch immer, dass Vegetarier so kochen, aber ich persönlich glaube, dass das Humbug ist. Jedenfalls entspricht es nicht meiner Kochweise: Gemüse an sich hat so viel Geschmack und Berechtigung an sich, dass hier nichts ersetzt werden muss!

Was erwartet uns sonst noch im Buch? Herausragende Rezepte, tolles Aroma und nebenbei noch etwas Theorie. Denn in Flavour beschreibt Ottolenghi das erste Mal wirklich ausführlich, wie bestimmte Kochprozesse wirken, wie man passende Partner unter den Zutaten findet und widmet sich konkret noch ein paar ausgewählten Zutaten. Das ist sehr spannend, vieles war mir vorher schon klar, aber ich denke, dass viele andere Menschen hier noch einiges lernen können. Kleine Einleitungstexte, mit persönlichen Anmerkungen zu dem jeweiligen Gericht, und sehr appetitanregende Bilder gibt es ebenfalls zu jedem Rezept!

Das Bild stammt aus der Buchvorschau direkt von der Verlagsseite. Tolles Rezept!

Die Zutatenlisten sind so ein bisschen das, was Ottolenghis Bücher teilweise aus der Alltagsküche rausziehen… Meine Einschätzung ist, dass es bei Flavour gut gelungen ist, eine Balance zu finden zwischen Rezepten, die mit ganz „normalen“ Zutaten auskommen, die man in jedem Supermarkt findet, und Rezepten, für die man ein paar Zutaten im türkischen oder asiatischen Supermarkt besorgen muss. Ohne Kreuzkümmel kommt man bei ihm nicht weit, aber auch Miso, Tahin, Harissa und Co werden immer wieder benutzt und sollten bei einem Ottolenghi-Fan vorrätig sein. Trotzdem ist dieses Buch ganz klar nicht rein nahöstlich und auch die Aromen, die in den Gerichten entstehen, sind ganz eigene und nicht auf diese Region beschränkt. Schön ist, dass es oft Hinweise gibt, wie man sehr spezielle Zutaten ersetzen kann – wie beispielsweise schwarze Limette, die ich für ein Rezept gebraucht hätte.

Rezepte, die ich bereits ausprobiert habe:
Noors Tofu mit schwarzer Limette: Knuspriger Tofu in einer aromatischen Sauce mit jeder Menge Spinat, leicht scharf und etwas sauer abgeschmackt. Toll! Schmeckte am nächsten Tag kalt genauso gut, also ruhig gleich mehr machen. Schwarze Limette hatte ich nicht, aber es gab einen Hinweis, wie man sie ersetzen kann.

Ein-Topf-Orechiette puttanesca: Schon mal puttanesca mit Kichererbsen gekocht? Solltet ihr unbedingt probieren! Das Gericht entsteht in einem Topf oder einer Pfanne, man schmeißt allerdings nicht einfach alles rein, sondern brät es nach und nach. Trotzdem absolut alltagstauglich und ein großartiger Geschmack, der sich hier aufbaut!

Süßsaure Zwiebeln: Zeitlich etwas aufwändiger, was die Zutaten angeht aber sehr überschaubar. Die Zwiebeln werden erst angebraten, dann gebacken und schließlich in selbstgemachten Granatapfelsirup mariniert. Sehr fein!

Die Schnittfläche sah so schön aus, deswegen hier ein Bild davon. Die fertigen Zwiebeln sahen ziemlich genauso aus, wie oben auf dem Bild aus dem Buch!

Aubergine mit Kräutern und knusprigem Knoblauch: Noch so eine Mischung aus Zutaten, die ich sehr liebe und die einfach perfekt miteinander harmoniert. Die Auberginenstücke werden gebacken, mariniert und anschließend mit Kräutern und frittiertem Knoblauch serviert. Dazu frisches Brot und das Abendessen ist gesichert!

Mein Fazit: Meine Meinung zu dem Buch ist ganz eindeutig: Großartig! Ich liebe diese Aromenwelten, die Ottolenghi erschafft und seine Herangehensweise an die vegetarische Küche! Die Zutatenlisten sind teilweise etwas länger, aber gar nicht so schlimm, wenn man sie sich genauer anschaut.

 

Ottolegnhis Buch „Jerusalem“ hatte ich auch schon mal ausführlich vorgestellt: KLICK!

Mit einem Klick auf das Bild kommt ihr zum Rezept für diesen saftigen Orangenkuchen, ebenfalls nach einem Rezept von Ottolenghi.

Und wenn es lieber herzhaft sein soll, dann klickt auf das Bild für dieses Graupenrisotto mit mariniertem Feta!

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Das Buch „Flavour“ von Yotam Ottolenghi und Ixta Belfrage umfasst 316 Seiten, kostet 29,95 Euro und erschien im DK Verlag. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.
Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar.

 

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