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Rezension: Marte kocht

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Die Geschichte von Marte Forsberg klingt ein bisschen, wie ein modernes Märchen: Aufgewachsen in Norwegen, reiste sie mehr als 12 Jahre für den Job durch die Welt, fühlt sich danach nicht mehr zu Hause in Norwegen, tippt in einer Schlaflosen Nacht die Worte „Häuser Mietangebote England“ in ein Suchfeld und verliebt sich auf den ersten Blick in ihr neues Heim, sie fährt hin und unterschreibt direkt den Vertrag und fühlt sich wieder wohl.

„Und das ist das Besondere, tief im Inneren zu spüren, genau zu wissen, dass etwas das Richtige ist.“ – Aus der Einleitung

Klingt traumhaft, oder? Für mich auf jeden Fall und ich denke, ich kenne das Gefühl sehr gut, was sie in diesem Vorwort zu ihrem Buch beschreibt – mit dem Unterschied, dass ich dem Gefühl keine Taten habe folgen lassen. Aber zurück zum Buch… Um was geht es denn eigentlich?

Das Buch ist im Kern und allererster Linie ein Kochbuch. Die Rezepte orientieren sich stark an den Jahreszeiten und sind entsprechend auch so eingeteilt, plus einem extra Afternoon Tea – Kapitel. Viele Gerichte und Geschmäcker sind entweder von der norwegischen Herkunft oder der englischen Heimat geprägt. Glichzeitig lässt sie aber auch immer wieder Aromen von ihren zahlreichen Reisen und aus aller Welt einfließen. Die Mischung ist also extrem vielfältig und letztendlich sind die Gerichte vor allem eines: Sehr lecker! Und auch noch hübsch anzusehen, aber trotzdem so, dass man sie selbst genauso in der Küche hinbekommt, auch wenn man kein Profi ist. Zu jedem Kapitel gibt es einen Einführungstext und auch diese lassen sich unheimlich angenehm lesen. Der Schreibstil ist herrlich unaufgeregt, es gibt hier keine ständigen Superlative, gleichzeitig gelingt es ihr aber wie wenigen, mit Worten Bilder zu kreieren, die man als Leser direkt vor Augen hat. Das Buch ist neben den Rezepten und Erzählungen auch voller großartiger Bilder! Von der Landschaft, von Martes hübschem Hund Mr Whiskey und natürlich von Food Bildern. Alles wirkt unfassbar idyllisch, dörflich, gleichzeitig modern und trotzdem passt alles perfekt zusammen.

Rezepte, die ich bereits ausprobiert habe:
Tomaten Tarte Tatin: Die Idee ist zwar nicht mehr wirklich neu, eine Tarte Tatin in herzhaft zu backen, aber das macht nichts. Gerade Tomaten eignen sich toll dafür und so war es mal wieder an der Zeit, dass ich auch eine buk. Der cremige Mozzarella als Topping passt perfekt zu den süßlich-herzhaften Tomaten und dem knackigen Blätterteig.

Gebackene Paprika mit Tomate und Mozzarella: Noch so ein eigentlich ganz einfaches Rezept, was einfach glücklich macht: Paprikahälften werden gebacken, dann mit Tomaten, Oliven und Mozzarella gefüllt und noch einmal gebacken. Super!

Mein Fazit: So ein schönes Buch! Es spricht mich persönlich zu 100 % an und ich bin ehrlich begeistert. Ich habe es eher zufällig in der Vorschau des Verlages gesehen und bin so glücklich, dass ich einen genaueren Blick hinein geworfen habe. Absolute Empfehlung meinerseits!

Marte Marie Forsberg bloggt auf The Cottage Kitchen.

 

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Das Buch „Marte kocht“ von Marte Marie Forsberg umfasst 290 Seiten, kostet 30 Euro und erschien im Knesebeck Verlag. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.
Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar.

Eine Antwort »

  1. Pingback: Skandinavien trifft Britannien | Frau Lehmann liest

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