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Rezension: Eat good

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Es ist wieder Rezensionswoche! Wie gewohnt, stelle ich euch anläßlich der Buchmesse einige tolle Neuerscheinungen vor. Viel Freude beim Stöbern!
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Heute geht es nicht nur um gutes Essen für uns und unsere Körper, sondern direkt für den ganzen Planeten. Das mag hochtrabend oder vielleicht auch ein wenig zu weltverbesserlich und esoterisch klingen, ist es hier aber überhaupt nicht! Ich denke, die Problematik, wie wir alle und auch unsere Nachfahren noch gut auf dieser Erde leben können, ist eine sehr akute, über die sich letztlich jeder Gedanken machen sollte. Ohne Frage rettet es nicht dei Welt, wenn ein einzelner weniger Lebensmittel wegschmeißt oder seinen Plastikkonsum herunter schraubt. Wenn aber viele Menschen ein bisschen verändern, kann das große Auswirkungen haben! Und genau an diesem Punkt setzt dieses Buch an: Wenn viele Menschen ein bisschen an ihren Essgewohnheiten schrauben oder einfach schon darauf achten, keine Lebensmittel zu verschwenden, dann ist das viel wert!

Das Buch ist zweigeteilt: Im ersten Teil finden wir über 70 Rezepte. Diese sind immer möglichst gesund – also viel Vollkorn, wenig Zucker und es Wert gelegt auf möglichst regionale und saisonale Zutaten. Das Buch ist nicht vegetarisch, es gibt aber viele vegetarische Gerichte. Die schwedische Herkunft des Autorenteams kann man dann beispielsweise am Rentier, Knäckebrot oder auch recht vielen Pilzen erkennen. Die Rezepte sind allesamt ansprechend bebildert, die Zutaten im Großen und Ganzen sehr gut zu beschaffen (Ausnahme könnte das Rentier sein…) und die Zubereitungsmethoden sind leicht zu Hause nachvollziehbar. Im zweiten Teil gibt es dann einen theoretischen Unterbau und in gewisserweise eine Begründung für die vorher vorgestellten Rezepte. Hier gibt es sehr viel zum Thema Nachhaltigkeit, gesunde Ernährung und bessere Ressourcenverteiltung zu lesen. Was ich mag, sind Schaubilder in diesen Kontexten, denn sie veranschaulichen das Gesagte einfach viel schneller und einprägsamer. Im Buch gibt es einige gute Grafiken, die genau das leisten! Dazu noch ein paar Stichpunktlisten zu Themen wie nachhaltige oder auch gesunde Ernährung. Wer möchte, kann hier ziemlich gut „abhaken“, wo man selbst schon gut dabei ist oder noch etwas verbessern könnte.

 

Der Autor sollte wissen wovon er schreibt, denn bei Johan Rockström handelt es sich um einen der beiden Leiter des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Vorher war er Professor an der Universität Stockholm für das Management von Wasserressourcen und globale Nachhaltigkeit.

Rezepte, die ich bereits ausprobiert habe:
Veggie Bratlinge: Im Buch steht das Rezept mit Quinoa als Hauptzutat, es werden aber auch Alternativen mit Reis, Couscous o.ä. vorgeschlagen und da ich noch Couscous da hatte, kam dieser in meine Bratlinge. Sehr lecker, aromatisch und saftig! Perfekt auch als Burger Patty.

Eier-Hüttenkäse-Wrap: Das Prinzip ist einfach: Gekochte Eier, etwas Salat, Sprossen nach Wunsch und Hüttenkäse werden in Tortillafladen eingerollt. Sehr lecker und auch sättigend.

Mein Fazit: Ein wertvolles Buch, was durchdacht wirkt, dabei aber nicht den erhobenen Zeigefinger zu sehr schwingt. Die Rezepte sind sehr ansprechend und treffen den Zeitgeist, was bei dem Thema insgesamt sehr wichtig ist, finde ich! Auch der Theorieteil ist sehr gut gemacht: Gut recherchiert, übersichtlich gestaltet und nachvollziehbar geschrieben und mit Schaubildern versehen. Insgesamt ein richtig gutes Buch!

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Das Buch „Eat good“ von Johan Rockströmumfasst 220 Seiten, kostet 34 Euro und erschien im Gerstenberg Verlag. Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar.
Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.

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