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Rezension: Health Food

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Sue Radd ist eine in Australien sehr bekannte Kochbuchautorin und hat dort auch eine eigene Koch Show. Anders, als ihre Kollegin Donna Hay ist sie aber noch nicht so bekannt in Deutschland – jedenfalls ist mir entsprechendes nicht bekannt. Nun ist in diesem Jahr eines ihrer preisgekrönten Bücher auf Deutsch erschienen und genau dieses möchte ich euch heute vorstellen.

„Health Food“, also Gesundheitsessen, heißt es und das ist im Prinzip auch genau das Konzept in zwei Worten zusammengefasst… Im Buch dreht sich alles um gesundes Essen, aber die Autorin geht sogar noch einen Schritt weiter und vertritt die Auffassung, dass richtiges Essen eigentlich schon die Vorstufe zu Medizin ist und sich beides mindestens sehr stark gegenseitig beeinflusst. Diese Grundidee ist wohl so alt, wie die Menscheit seibst und trotzdem ist eine Erinnerung (wenn sich nicht allzu dogmatisch daher kommt) nicht schlecht. Das Buch soll von seinem ganzen Aufbau und auch seinem Umfang quasi den kompletten Einstieg und auch darüber hinaus gewährleisten. Hier wird bei den absoluten Basics angefangen und da spreche ich noch gar nicht vom Kochen selbst, sondern von Ausrüstung, Geschirr, Grundideen, der Speisekammer und und und. Wer sein Leben komplett umstellen möchte, aber nicht weiß, wo er anfangen soll, bekommt hier einen ziemlich detaillierten Führer an die Hand.

Betrachten wir mal die Rezepte selbst… Sie sind frisch, es werden viel Obst und Gemüse verarbeitet, Nüsse und Pseudogetreide spielen eine große Rolle. Alle Rezepte sind vegetarisch, die meisten vegan. Inspiriert sind viele von der mediterranen Küche, aber auch asiatische Einflüsse gibt es immer mal wieder. Was mir sehr gut gefällt, sind die relativ kurzen Zutatenlisten und einfachen Garmethoden. Auch wenn die Rezepte oft richtig lecker klingen und durchaus auf den Bildern etwas hermachen, hatte ich beim Durchblättern oft das Gefühl, dass die Rezepte trotzdem absolut alltagstauglich wären. Das gefällt mir gut! Denn gerade für die Alltagsküche braucht man ja oft Ideen für Gerichte, die schnell gehen, Zutaten verwenden, die man leicht beschaffen kann und die trotzdem allen schmecken. Auch die Bilder machen Appetit: Hell, freundlich, nicht zu überladen. Auch für alle, die sich gern mit den genauen Nährwerten beschäftigen, ist hier gesorgt. Im Buch sind alle ganz genau aufgeschlüsselt.

Rezepte, die ich bereits ausprobiert habe:
Überbackene Aubergine mit Tomaten: Auberginen sind ein tolles Gemüse, ich jedenfalls liebe sie sehr. Hier werden sie gebraten, dann mit einer einfachen Tomatensauce übergossen und schließlich im Ofen noch einmal gemeinsam gegart. Sehr einfach, sehr lecker. Schmeckte unfassbar fruchtig und holt wirklich das beste aus allen Zutaten raus.

Auberginentaler mit Paprika-Knoblauch-Sauce: Das witzige an diesem Gericht ist die Sauce: Hier wird Brot mit Paprika und Knoblauch und etwas Flüssigkeit eingeweicht, über die gegarte Aubergine gegossen und gemeinsam gebacken, bis die Sauce eine knusprige Hülle hinterlassen hat. Dazu sollte man irgendeine Sauce machen, ansonsten auch absolut lecker.

Vanille-Polenta-Schnitten: Grieß finde ich toll, gerade kalt (ich weiß, das kommt dem ein oder anderen eigenartig vor…). Und hier wird sie mit Vanille, getrockneten Feigen (bei mir Cranberries), Honig und pflanzlicher Milch kombiniert, darüber und darunter kommt Kokos. Fein! Gerade die Kleine liebte diese Schnitten.

Mein Fazit: Gesunde Küche ist gut und wichtig. Darüber sind sich wohl alle einig… Dass Gemüse, Obst, wenig Zucker und möglichst Vollkorn dazu gehört, ist wohl auch allgemein anerkannt. Mir geht die Autorin teilweise einen Tick zu weit in ihrer „Essen ist Medizin“-Anschauung – ich mag einfach keinen Dogmatismus. Wenn ich das allerdings ausblende und das Buch einfach als Sammlung gesunder und leichter Rezepte betrachte und bewerte, gefällt es mir ausgesprochen gut.

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Das Buch „Health Food“ von Sue Radd umfasst Seiten, kostet 39 Euro und erschien im ZS Verlag. Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar.
Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.

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