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Rezension: Buddha Bowls

Veröffentlicht am

Kalifornien… Hotspot der gesunden Ernährung und für alle Online-tätigen Menschen eigentlich „the place to be“. Mal ehrlich, ich habe das Gefühl, fast alle großen Youtuber leben dort, ziehen gerade hin oder sind mindestens regelmäßig vor Ort. Klar, dass einer der ganz großen, aktuellen Food-Trends auch von dort kommt: Buddha Bowls.

Worum geht’s? Um Gerichte, die bequem in einer Schüssel angerichtet werden, in denen alles enthalten ist, was man als gesundheitsbewusster Mensch zu sich nehmen sollte und die satt und glücklich machen. Ganz schön viele Anforderungen an so eine Schüssel… Die Ur-Idee kommt aus dem Zen-Buddhismus und gehört zum traditionellen Essen. Wie so oft bei gesunder Ernährung ist die Idee also schon uralt, bekommt nur gerade einen modernen Anstrich.

Nun zum Buch: Die Autorin ist die Bloggerin Annelina Waller, die sich als Abschluss ihres Studiums mit „Mood Food“ und Ernährungstrends beschäftigt und in Kalifornien verschiedenste Buddha Bowls probiert hat. Das Buch soll uns allen das grundsätzliche Konzept der Buddha Bowls näherbringen und gerade im ersten Kapitel gibt es dazu viele brauchbare Tipps, allgemeine Ratschläge zu Einkauf, Zusammenstellung einer Bowl und ähnlichem. Anschließend folgen Grundrezepte, verschiedene Dressings und schließlich  viele konkrete Bowl-Ideen. Jedes Rezept wird von einem großen, hellen und freundlichen Bild begleitet, es gibt oft zusätzlich Tipps oder Informationen zu einer bestimmten Zutat oder Variationsvorschläge. Was ich sehr schön finde, ist die gute Markierung, was grundsätzliche Zutaten für die Bowl sind, welche Toppings passen und welche Sauce. Auch die Zubereitungsschritte selbst sind noch einmal mit Überschriften versehen, wenn es sinnvoll ist.

Es ist schon auffällig, dass immer wieder Zutaten verwendet werden, die sicherlich nicht jeder im Haus hat. Einige aktuelle Superfoods oder anderes Trendige wird hier gern aufgegriffen. Insgesamt ist es glücklicherweise so, dass man natürlich die Rezepte einfach anpassen kann – beispielsweise nach dem Baukastensystem, was ganz am Anfang vorgestellt wurde.

Interessant finde ich, dass auch hier (genau wie bei „Easy Peasy“) auf einen expliziten Hinweis im Titel, Untertiel oder Klappentext verzichtet wurde, dass es sich um ein veganes Kochbuch handelt. Wird davon ausgegangen, dass es dann deutlich weniger Menschen in die Hand nehmen würden? Ehrlich gesagt glaube ich das nicht, denn Menschen, die sich mit Buddha Bowls beschäftigen, sind bestimmt auch nicht auf Kriegsfuß mit veganer Ernährung.

Rezepte, die ich bereits ausprobiert habe:
Spicy Veggie Wings: Eines der Basic-Rezepte, die immer mal wieder im Buch aufgegriffen werden. Hierbei handelt es sich um Blumenkohlröschen, die zwei Mal glasiert oder mariniert werden und dazwischen im Backofen knusprig backen. Ich bin kein großer Blumenkohlfreund, aber so würde ich ihn tatsächlich gerne wieder essen.

Spicy Veggie Wings Bowl: Für diese Bowl werden neben den Spicy Veggie Wings noch Hummus, Gurken und Tomaten angerichtet. Passt alles sehr gut zusammen und war sehr lecker.

Mein Fazit: Wie auch sonst möchte ich ganz ehrlich sein: Ich bin bei diesem Buch etwas hin- und hergerissen. Auf der einen Seite finde ich das Thema spannend, die Umsetzung ist gelungen und konsistent, die Hintergrundtipps sind brauchbar, die Rezepte ansprechend und die Bilder appetitanregend. Säße ich im Restaurant und dürfte mich einmal durchprobieren, wäre ich liebend gern dabei! Auf der anderen Seite kommen mir einige Bowls einfach zu aufwändig vor. Sie sind absolut machbar, auch nicht schwer, aber sie bestehen oft aus so vielen kleineren Teilen, dass man genau planen sollte, wann man was, wie vorbereitet und was man mit den Resten kocht. Realistisch für einen Familienalltag? Das sehe ich leider nicht so wirklich, das ist für mich persönlich ein kleiner Minuspunkt. Es kann aber auch sein, dass es hier einfach an der Übung fehlt und ich nach einigen weiteren Versuchen ganz anderer Meinung bin. Das Buch als Buch ist jedenfalls sehr ansprechend und modern und wer Anregungen für leckere Buddha Bowls sucht, wird hier mit Sicherheit fündig werden!

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Das Buch „Buddha Bowls“ von Annelina Waller umfasst 160 Seiten, kostet 20 Euro und erschien im Callwey Verlag.
Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar.

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Eine Antwort »

  1. Hallo liebe Becky,

    vielen lieben Dank für deine Rezension, lieben Worte und Erhlichkeit! Mit dem Punkt „aufwändig“ hast du völlig recht. Zu beginne steht, dass die Bowls vorrangig als Inspiration dienen. Die Rezepte dürfen also liebend gerne abgeändert, kombiniert und neu kreiert werden, so dass die Resteküche auch ihren Spaß hat :).

    Viele liebe Grüße
    Annelina

    Antwort

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