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Rezension: Einfache Vielfalt

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Das Buch, was ich euch heute vorstellen möchte, wäre fast an mir vorbei gegangen… Irgendwie sprach es mich zuerst in der Verlagsvorschau nicht recht an, dann habe ich mir später noch einmal die Texte dazu genauer angeschaut und jetzt bin ich sehr froh, dass ich es mir ganz genau angesehen habe. Zuneigung auf den dritten Blick quasi.

Maurice Maggi und Juliette Chrétien haben mit „Einfache Vielfalt“ ein Buch geschaffen, das für jeden geeigent ist. Im Buch wird sich in jeweils einem Kapitel 10 alltäglichen Zutaten genähert. Das jeweilige Produkt steht dabei im Zentrum und die Auswahl der Rezepte reicht von den Basics („Das perfekte 3-Minuten-Ei“) bis hin zu etwas aufwändigeren Gerichten. Durch das zentrale Produkt wird auch gleich die Jahreszeit vorgegeben aus der die restlichen saisonalen Zutaten kommen. Hier wurde ein Kochbuch auf Basics gebaut, die ganz natürlich wachsen und zu spannenden Rezepten entwickelt werden.

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Zu Beginn jedes Kapitels gibt es ein paar Gedanken des Autors zum jeweiligen Produkt, danach folgen die Rezepte und immer wieder unaufgeregte und schöne Bilder. Ein wenig Intuition oder Furchtlosigkeit beim Kochen hilft allerdings, weil bei den Rezepten, die über die richtigen Basics hinausgehen öfter keine ganz genaue Mengenangabe bei Gewürzen oder ähnlichem steht. Das erinnert von der Herangehensweise manchmal an Nigel Slater, der ja ebenfalls sehr inuitiv kocht und schreibt.

Die Zutaten sind in den allermeisten Fällen sehr einfach zu besorgen und wenig exotisch. Für Vegetarier interessant: Viele der Gerichte (abgesehen natürlich von den Fisch / Fleisch – Kapiteln) sind vegetarisch oder sogar vegan. Da macht das blättern auch als Vegetarier viel Freude und ich habe jede Menge Rezepte gefunden, die ich gern ausprobiert hätte und bestimmt noch werde.

Rezepte, die ich bereits ausprobiert habe:
Apfelwähe: Die Wähe besteht aus einem Blätterteig, darauf kommt eine Schicht Äpfel und das Ganze wird zuerst gemeinsam vorgebacken, was ich eine wirklich tolle Idee finde! Darauf kommt dann eine Eier-Sahne-Quark-Masse. Das Ganze schmeckt wie ein toller Apfel-Käsekuchen.

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Gefüllte Eier: Ein bisschen retro, oder? Als ich dieses Rezept im Buch sah, hatte ich irgendwie direkt Lust darauf und ich kann gar nicht genau sagen, warum. Ich kann mich nicht einmal daran erinnern, so etwas schon einmal gegessen zu haben. Das Prinzip ist einfach und wohl hinreichend bekannt: Eier kochen, halbieren, das Gelbe herauslösen, mit ein paar anderen Zutaten vermischen und wieder in das Weiße geben. Witzig, klassisch, brauche ich aber nicht ständig.

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Portwein-Zwiebel-Tartelettes: Diese kleinen Gebäcke finde ich unheimlich hübsch und auch die Kombination aus knusprigem Teig, leicht süßer zwiebeliger Füllung und einem Topping aus cremigen Ziegenkäse ist einfach gut. Leider buk der Teig nicht ordentlich durch, hier wäre ein blindbacken wohl hilfreich.

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Mein Fazit: Meine Erwartungen an dieses Buch waren nicht besonders groß, umso mehr konnte es mich dann überzeugen. Das Konzept ist so einfach, wie wirkungsvoll und die Auswahl der Rezepte ist sehr vielfältig, nicht 08/15 und trotzdem in den meisten Fällen extrem alltagstauglich.

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Das Buch „Einfache Vielfalt“ von Maurice Maggi und Juliette Chrétien umfasst 256 Seiten, kostet 42 Euro und erschien im AT Verlag.
Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar.

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