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Über veganes Essen, Grillen, Geschmacksbildung und Kochen im Zeichen des Zen {Rezensionen}

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Vor einem Weilchen hatte ich euch schon einmal eine Sammlung von Buchvorstellungen mitgebracht. Da dieser Artikel bei euch super ankam, möchte ich euch heute noch einmal vier verschiedene Bücher auf einmal vorstellen: Es wird gesund, wir fangen noch das letzte Grillwetter ein, gehen auf Geschmackssuche und schließlich gibt es noch etwas zum inneren Sammeln. Habt viel Spaß beim Lesen und schmilzt bei der aktuellen Hitze nicht weg!

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Das erste Buch in der Sammlung ist „Free your Food“ von Larissa Häsler. In diesem Buch geht es um Clean Eating – Rezepte, die gleichzeitig vegan und sojafrei sind (letzteres hat mich besonders neugierig auf das Buch werden lassen). Larissa hat Oecotrophologie in Fulda studiert und macht dort auch gerade ihren Master, sie beschäftigt sich also durchaus von verschiedenen Seiten aus mit gesunder Ernährung, was ich spannend finde. Der Einleitungsteil zum Buch ist auch entsprechend umfangreich, sie erzählt uns viel über in ihren Augen gesunde Ernährung, stellt noch einmal klar, welche Aufgabe welcher Bestandteil der Nahrung hat – wofür braucht man eigentlich Fett oder Eiweiß und worin findet man sie? Dieses erste Kapitel kann man gut lesen und erfährt durchaus noch das ein oder andere neue.


Wer es eilig hat, springt gleich zum nächsten Teil des Buches: Den Rezepten! Hier ist auf jeden Fall für jeden Zeitpunkt des Tages etwas dabei, egal, ob man etwas für’s Frühstück, einen Snack, Getränke oder Hauptgerichte sucht. Sehr positiv ist mir die Länge der Zutatenlisten aufgefallen: In den meisten Fällen werden relativ wenige Zutaten pro Gericht gebraucht. Leider sind die verwendeten Zutaten allerdings oft sehr speziell und ich schätze, die meisten haben sie nicht vorrätig. Es gibt Portions- und Zubereitungszeiten und die Zubereitungsschritte finde ich ausführlich und gut erklärt.
Ausprobiert habe ich bis jetzt nur das Linsen-Hummus, was gut zu gebackenen Kartoffeln und Möhren passte und eine nette (schnellere) Alternative zum klassischen Kichererbsen-Hummus ist. Ebenfalls ausprobieren möchte ich noch die Cranberry-Kürbiskern-Power Balls, die Matcha-Laugen-Bagelb und den Orange-Minz-Eistee.
Mein Fazit: Die Aufmachung und die Idee hinter dem Buch gefallen mir gut, auch die Bilder sind schön hell und freundlich und vermitteln direkt ein angenehmes Gefühl. Vielleicht auch wegen der doch häufigen Verwendung speziellerer Zutaten, ist der Funke bei mir nicht so richtig übergesprungen. Nichtsdestotrotz finde ich das Buch an sich gelungen. Vielleicht funkt es ja bei euch?!

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Das zweite Buch, was ich euch unbedingt noch schnell vorstellen möchte, bevor die Grillsaison ganz vorbei ist, ist „Vegan grillen kann jeder“. Der Titel kommt euch bekannt vor? Ich hatte euch bereits das zweite und dritte Buch von Nadine Horn und Jörg Mayer vorgestellt. „Vegan frühstücken kann jeder“ und „Vegan Streetfood“ hießen sie und dieses Buch ist schon ihr viertes. Dieses Buch bekam ich quasi als Überraschung geschickt, worüber ich mich natürlich sehr gefreut habe.


Wer eines der anderen Bücher des Autoren-Duos kennt, weiß schon genau wie dieses aufgebaut wurde und auch das Layout und die Fotos sind sehr ähnlich. Die Bilder finde ich persönlich sehr ansprechend und passend zum Grillthema wurde hier auch einiges draußen fotografiert, was ich sehr schön finde. Die Zutatenlisten sind übersichtlich gestaltet, bei Bedarf nach unterschiedlichen Komponenten unterteilt und auch den Zubereitungsschritten kann man gut folgen. Für meinen persönlichen Geschmack werden zu viele Produkte versucht, wie Fleisch aussehen zu lassen, aber das ist Ansichtssache.
Ausprobiert habe ich bis jetzt nur das weiche Maisbrot, was frisch tatsächlich gut zu Suppe schmeckte. Ein Tipp: Esst es, solange es noch warm und frisch ist, danach wird es doch recht hart. Unbedingt ausprobieren möchte ich noch den selbstgemachten veganen Mozzarella.
Mein Fazit: Wer noch nach Abwechlsungen auf dem Grill sucht, sollte unbedingt mal einen Blick in dieses Buch werfen. Bei über 80 Rezepten findet bestimmt jeder etwas ansprechendes und folgen kann man den Anweisungen wirklich gut!

 

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Ebenfalls mitgebracht habe ich euch einen Titel, um den ich schon eine Weile herumgeschlichen bin: „Tastemakers“ von David Sax. Der Autor nimmt uns mit in die Welt der Geschmacksscouts, der Marketing- und Forschungsmenschen, die hinter neuen, hippen Produkten stehen und deren Markteinführung teilweise über Jahrzehnte planen. Wir erfahren, was es mit dem Cupcake-Boom auf sich hat, wie sich lange darauf vorbereitet wurde, die Welt mit den Superfoods zu überschwemmen und was für harte Züchtungsarbeit hinter neuen Obstsorten steckt.


Dieses Buch ist so unglaublich vollgepackt mit Fakten, Ankedoten und vor allem Verknüpfungen, dass es sich nicht ganz nebenbei lesen lässt. Es ist eher ein anspruchsvolleres Buch, für das man sich etwas Ruhe nehmen sollte, wenn man jedem Schritt folgen möchte. Auf der anderen Seite kann man aber auch gut im Buch hin- und herblättern und in jedem Kapitel wieder neue Seiten der Lebensmittelindustrie entdecken.
Mein Fazit: Ursprünglich hatte ich ein ganz anderes Buch erwartet: Eher ein Taschenbuch, in dem einige lustige Anekdoten und Kuriositäten vorgestellt würden. Dass David Sax hier aber deutlich tiefer gräbt und den Leser so auf eine spannende Reise mitnimmt, ist umso besser. Ein tolles Buch, das vor allem Menschen glücklich machen dürfte, die sich wirklich gern mit Dingen wie Entwicklung, Ernährungsgeschichte und Marketing beschäftigen.

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Zum Abschluss habe ich noch ein ganz besonderes Buch für euch: „Die Zen-Gebote des Kochens“ von Frank Oehler und Hinnerk Polenski. Auf dieses Buch war ich bereits in der ersten Verlagsankündigung sehr neugierig gewesen, weil ich mir so wenig darunter vorstellen konnte, es hätte einfach alles sein können.


Nun ist es so, dass ich selbst mit dieser Zen-Denkweise und vielem, was damit verwandt ist, aufgewachsen bin und so ist mir das Ganze grundsätzlich nich fremd. Etwas über dieses Buch zu schreiben, ist tatsächlich gar nicht so einfach, man muss selbst mal einen Blick hinein geworfen haben. Um eine Frage aber ganz klar zu beantworten: Es ist kein Kochbuch! Zwar sind ein paar wenige Rezepte darin, aber wegen diesen kauft man dieses Buch sicherlich nicht. Vielmehr berichtet Frank Oehler über seinen Weg hin zum Zen und was diese Lebensweise für ihn mit dem Leben und speziell auch mit dem Kochen zu tun hat. Ergänzt werden diese Texte durch seinen Meister Hinnerk Polenski. Ein Buch über Zen ist quasi automatisch auch immer etwas abgehoben, vielleicht mag es dem ein oder anderen auch weltfremd erscheinen, aber es ist eben eine Entscheidung, ob man sich dem Ganzen öffnen möchte oder nicht. Im Buch gibt es ein paar interessante Gedanken zum Leben, Achtsamkeit, Authentizität und vieles mehr. Ehrlich gesagt finde ich es auch mutig von Frank Oehler, solch ein Buch zu schreiben, denn er macht sich damit auch möglicherweise verletzlich.
Mein Fazit: Die Zen-Gebote des Kochens ist ein ganz besonderes Buch. Es ist nicht für jeden etwas, aber es ist spannend zu lesen und wirkt tatsächlich offen und authentisch. Von den Rezepten möchte ich übrigens sehr gern noch das Brioche ausprobieren, denn die Bearbeitung von Hefeteig finde ich sehr passend zum Zen-Gedanken.

 

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Das Buch „Free your Food“ von Larissa Häsler umfasst gute 200 Seiten, kostet 19,80 Euro und erschien bei Unimedica.
Das Buch „Vegan grillen kann jeder“ von Nadine Horn und Jörg Mayer umfasst 223 Seiten, kostet 19,95 Euro und erschien im Neunzehn Verlag.

Das Buch „Tastemakers“ von David Sax umfasst rund 360 Seiten, kostet 21,90 Euro und erschien im Residenz Verlag.
Das Buch „Die Zen-Gebote des Kochens“ von Frank Oehler und Hinnerk Polenski umfasst rund 140 Seiten, kostet 24,99 Euro und erschien bei Kösel.
Vielen Dank für die Bereitstellung als Rzeensionsexemplar!

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