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Rezension: Schnelle Gerichte

Veröffentlicht am

Im heutigen Buch dreht sich alles um Gerichte, die blitzschnell zubereitet sind und die schneller auf dem Tisch stehen, als der Lieferservice sie liefern könnte. So zumindest der Anspruch und die Ankündigung. Ob das stimmt? Mal schauen… Schnell jedenfalls entsteht auch diese Rezension, denn das erste ausprobierte Gericht gab es gleich am Einzugstag des Buches und das zweite am folgenden. Das spricht bei mir auf jeden Fall schon einmal dafür, dass die Auswahl der Rezepte nicht besonders schwer fiel.

Aber von vorn: Anne Lucas, die Autorin des Buches, beschreibt in ihrem Vorwort, dass 45 Minuten ziemlich zäh sein können, wenn man in ihnen auf den Lieferservice wartet und man in diesen doch selbst ein wunderbares Essen zaubern könnte. Da stimme ich ihr übrigens absolut zu, bei mir dauern die meisten Gerichte nicht länger – mal abgesehen von Gehzeiten bei Hefeteig.

Der Einfachheit halber habe ich hier einmal das Inhaltsverzeichnis direkt für euch:

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Ihr seht schon, die Auswahl ist groß und tatsächlich sollte für jeden etwas dabei sein. Nur die Süßmäuler gehen leer aus, denn süße Gerichte (egal ob Nachtisch oder Hauptgericht) gibt es im Buch keine. Das kann man natürlich machen, obwohl ich beispielsweise auch gern mal einen Kaiserschmarrn oder ähnliches als Hauptgericht esse und der würde zeitlich auf jeden Fall in den Rahmen passen.

Etwa ein Drittel der Rezepte ist bebildert. Die Bilder sind vom Stil her genauso, wie auch das Coverbild: Klar, strukturiert und gestyled. Das kann man so machen, wirkt auf mich aber etwas oldschool clean und unwirklich. Pluspunkt ist, dass nichts vom Gericht ablenkt und man die einzelnen Komponenten gut erkennen kann. Auch der Rest des Rezeptes ist ähnlich: Es gibt keine Einleitungstexte, stattdessen aber immer passende Tipps, was man zusätzlich dazu servieren könnte und wie man das Gericht variieren kann. Das ist super! Die Zutatenlisten sind klar (auch nicht zu klein gedruckt) und die Zubereitungsschritte klar strukturiert und gut lesbar und verständlich.

Abschließend gibt es zwei Register: Eines alphabetisch und eines nach Zubereitungszeit geordnet. Zweiteres macht auf mich einen konsistenten Eindruck, bei ersterem hätte ich mir etwas mehr Ausführlichkeit gewünscht. Gerade bei diesem Thema, wo man nicht unbedingt erst einmal eine halbe Stunde im Buch blättern möchte, wäre es praktisch, wenn man die Pilz-Gnocchi beispielsweise nicht nur unter P, sondern auch unter G finden würde.

 

Rezepte, die ich bereits ausprobiert habe:

Pilz-Gnocchi: Dank fertiger Gnocchi ein echtes Blitzgericht, das man mit ein bisschen Übung in 15 Minuten fertig auf dem Tisch stehen hat. Super aromatisch durch die angebratenen Pilze und schönen Gewürze (da habe ich variiert und nicht Salbei, wie im Original, sondern Majoran und Oregano verwendet). Dazu kommen dann außen knusprige Gnocchi. Ein feines Alltagsgericht.

SchnelleGerichte (1)

Tomaten-Mozzarella-Risotto: Hier werden gleich zwei italienische Klassiker miteinander kombiniert. Das kann gut gehen oder eben auch nicht. Hier geht es sehr gut!

Ofenbaguette: Kräuterbaguette gibt es in verschiedenen Varianten recht regelmäßig bei uns. Die Besonderheit hier: Ein Caprese Salat in den Einschnitten des Brötchens. Sieht ungebacken toll aus, schmeckt auch super, verläuft aber leider beim Backen. Geschmacklich gut, aber nicht zu jeder Gelegenheit vorzeigbar.

SchnelleGerichte (4)

Mein Fazit: Dieses Buch erinnert mich etwas an meine ersten Kochbücher: Es ist nicht besonders hübsch oder trendy, die Food-Bilder sind oldschool-clean und es gibt auch keine persönlichen Worte zu den Gerichten. ABER: Das muss es auch gar nicht! Ich glaube, die Zielgruppe sind Menschen, die abends nach der Arbeit nach Hause kommen und einfach schnell ein paar Sachen in den Topf werfen wollen und dafür ein paar neue Ideen suchen. Es geht hier nicht um die High-End-Küche, es geht um solide Gerichte, die schnell gemacht sind, wenig spezielle Zutaten brauchen und allen schmecken. Und ich denke, dass dieses Buch genau das auch erfüllen kann.

 

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Das Buch „Schnelle Gerichte“ von Anne Lucas umfasst 225 Seiten, kostet 9,99 Euro und erschien bei Bassermann.

Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar.

 

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  1. Da ich ja wirklich unter der Woche abends auf schnelle Gerichte angewiesen bin, suche ich immer nach neuen Inspirationen, meist bleibt aber leider höchstens ein Gericht hängen….

    Antwort
    • Ich glaube, das geht vielen so… Selbst wenn man in einem Kochbuch blättert und einiges lecker findet, geht das nicht sofort in das Standardrepertoire über…

      Antwort

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