RSS-Feed

Rezension: Brot & Aufstrich

Veröffentlicht am

Was kommt heraus, wenn sich eine Bloggerin, die Brotaufstriche liebt, und eine Müllerin zusammentun? Natürlich ein Buch über Brot und passende Brotaufstriche! Genau das haben Annelie Wagenstaller und Julia Waldmann getan und zusammen das Buch geschrieben, was ich euch heute vorstellen möchte:

Zu diesem Buch gibt es eine kleine Geschichte: Vor einem Weilchen war ich mit meiner Kleinen zusammen in einer Buchhandlung – was eh immer lustig ist, weil sie lautstark aufzählt, welche Bücher wir wahlweise schon zu Hause haben oder sie unbedingt haben muss! Wir haben da schon den ein oder anderen schrägen Blick geerntet… Aber ich schweife ab. Wir standen also in der Kochbuchabteilung: Ich blätterte in diesem Buch, sie hatte sich ein anderes geschnappt, studierte es und kommentierte, was sie gern ausprobieren wollte. (Man beachte: Sie ist 2,5 Jahre alt.) Vermutlich angelockt durch unsere Gespräche gesellte sich eine Buchhändlerin zu uns und wir unterhielten uns kurz über Kochbücher im Allgemeinen und Brotaufstriche im Speziellen. Besonders spannend fand ich, wie uneins wir uns über ein Bild waren. Im Buch gibt es ein Bild von einem Einkorn-Toast, was mit einem schönen Klecks Marmelade verziert ist und auf diesem Klecks sitzt eine Wespe. Nichts so richtig ungewöhnliches, oder? Ich jedenfalls fand dieses Bild witzig, wie oft hatte ich schon Wespen auf Kuchen oder Kekse sitzen, wenn ich sie fotografiert habe… Die Buchhändlerin fand dieses Bild ganz schrecklich und ekelig. So unterschiedlich können Geschmäcker sein…

Völkerverständigung mal anders: Deutsche Wespe probiert simbabwischen Sweet Potato Cookie.

Abgesehen von dieser kleinen Wespe habe ich übrigens keine Tiere im Buch entdeckt, also keine Sorge… Die Bilder zeigen in allererster Linie das, worum es im Buch geht: Brot und vor allem die passenden Aufstriche und Beläge. Hier gibt es saftige Linsenaufstriche, einen Peanutbutter Cup Aufstrich, einen Radieschen Hüttenkäse und das passende Laugengebäck oder auch Sonnenblumenbrot und einen Rote Bete Hummus. Nicht alle Rezepte sind vegetarisch, aber die meisten, und auch einige vegane Ideen kommen auf’s Brot.

Laugenstange

Bei jedem Rezept steht dabei, wie viele Portionen es ergibt, die Zutatenlisten sind im Normalfall sehr kurz und übersichtlich und auch die Zubereitungsschritte sind gut verständlich formuliert. Naturgemäß sind die Beschreibungen für die Brote etwas länger, die für die Aufstriche meist deutlich kürzer. Immer wieder gibt es auch Tipps, Kombinationsvorschläge oder ähnliches. Die allermeisten Rezepte sind bebildert und alle Fotografien sind sehr hell und freundlich und nicht überladen, ohne dabei zu steril zu wirken.

Am Ende des Buches gibt es ein wunderbares Rezeptverzeichnis. Hier gibt es unterschiedliche Auflistungen der Rezepte aufgeteilt auf „Brote & Brötchen“, „Aufstriche & Co“ (hier noch mal aufgeteilt nach alphabetischer Auflistung und nach Kategorien) und „Sandwich-Ideen“. Hier wurde sich richtig viel Mühe gegeben, was ich super finde!

 

Die Rezepte, die ich bereits ausprobiert habe, gab es bei uns alle auf einmal zu einem kleinen bayrischen Abend. Ohne Laugengebäck geht da natürlich gar nichts! Spannend an diesem Rezept fand ich, dass die Lauge warm oder kalt verwenden werden sollte. Bei mir war sie lauwarm, was diese geformten Hefeteilchen noch einmal schön hat aufgehen lassen. Allerdings bekamen sie beim Backen keine so schöne, glatte Oberfläche, wie das sonst oft der Fall ist. Geschmacklich waren sie aber gut. Dazu gab es Kartoffelkas – eine Art kalten Kartoffelbrei mit Schnittlauch und Quark – und einen Radieschen-Hüttenkäse. Kartoffelkas habe ich jetzt schon öfter ausprobiert, aber so richtig werde ich damit nicht warm, dieses Rezept funktionierte gut und schmeckte auch ganz gut, wird aber einfach aus persönlichen Vorlieben heraus nicht mein Favorit. Der Radieschen-Hüttenkäse hat mir gut gefallen: Hier wird Hüttenkäse mit etwas Frischkäse, Gewürzen und Radieschen und Zucchini vermischt. Weil es gerade einfach keine schönen Zuchini gibt, habe ich stattdessen Gurke verwendet. Heraus kam eine erfrischende Creme, die ich mir auch gut als Wrapfüllung vorstellen kann.

Bayrisch

Mein Fazit: Ich habe inzwischen schon einige Bücher zu dem Thema Aufstriche in der Hand gehabt und ich muss ehrlich sagen, dass mir dieses mit Abstand am meisten gefällt. Und dass man gleich noch das passende Brot dazu bekommt, ist natürlich ein großer Pluspunkt zusätzlich. Die Rezepte sind vielfältig, modern, ohne abgedreht zu sein, alltagstauglich und die Bilder sind ansprechend. Der bayrische Einschlag ist nicht zu leugnen, für mich persönlich war er aber nicht zu dominant – außerdem fand ich es ganz schön, ein originales Rezept für Obatzda oder Kartoffelkas zu bekommen, hier im Norden ist das halt nicht so verbreitet. Mir gefällt das Buch rundum gut und ich werde sicherlich noch etwas ausprobieren und euch vorstellen.

Die beiden Autorinnen kann man HIER und HIER besuchen.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Das Buch „Brot & Aufstrich“ von Annelie Wagenstaller und Julia Waldmann umfasst rund 140 Seiten, kostet 19,99 Euro und erschien im blv Verlag.

Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar.

Merken

Merken

Advertisements

»

  1. Sowas von gemein im Zug auf deinen Blog geklickt und jetzt verhungere ich fast. Vorher spürte ich keinen Hunger 😉

    Antwort
  2. Das klingt wirklich interessant. Dann ist Brot nicht mehr ganz so langweilig 😉
    Liebe Grüße Luna

    Antwort
    • Nein, Brot und vor allem das, was drauf kommt, sollte nicht langweilig werden, wenn man das Buch durchprobiert. 🙂
      Liebe Grüße, Becky

      Antwort
  3. Das sieht super aus und klingt spannend! Da gibt es sicherlich einige kreative Ideen, auf die ich niiiiiemals selbst kommen würde! Liebe Grüße, Isabelle

    Antwort
    • Danke dir! Im Buch sind wirklich einige kreative Ideen, die aber trotzdem noch so „normal“ klingen, dass man sie gern ausprobiert. 🙂
      Liebe Grüße, Becky

      P.S. Wie schön, dass wir gleich geschrieben werden, ich freue mich immer, wenn ich mal eine andere Isabelle treffe. 😉 🙂

      Antwort
      • Huch da hat mich das „Becky“ aber irregeführt! 😀 Ja, schön französisch mit -lle muss schon sein – sonst sieht der name einfach so abgehackt aus 😉

        Antwort
        • Stimmt, mir kommen alle anderen Schreibweisen auch immer irgendwie unvollständig vor. 😉 Becky ist mein Spitzname, der sich am Nachnamen orientiert.

Möchtest du mir deine Meinung mitteilen? Ich freue mich über jeden Kommentar!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: