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Rezension: Brainfood

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In den englischsprachigen Ländern ist es schone lange modern, bei uns kommt es auch immer mehr: Sogenanntes Functional Food. Was heißt das? Essen soll nicht nur satt machen und gut schmecken, sondern es soll vor allem auch gesund, schlau, schön, erfolgreich und was auch immer euch sonst so gefällt machen. Wenn man mal drüber nachdenkt, ist vor allem das mit dem gesund und vielleicht auch klug gar nicht abwegig: Früher wussten die meisten Menschen viel mehr über die Wirkung von bestimmten Lebensmitteln, sie wussten, was sie essen müssen, wenn sie besonders aufmerksam bleiben möchten oder was sie essen können, wenn man krank ist. Dieses Wissen ist in den letzten Jahrzehnten doch sehr stark zurückgegangen und inzwischen fühlt sich das Ganze eher wie ein Luxusproblem an. In gewisser Weise ist es das natürlich auch, denn in erster Linie soll essen natürlich satt machen, aber dass es nur so semi-gesund ist, sich nur von Pommes, Chips, Ketchup und Limo zu ernähren, ist ja auch kein Geheimnis.

Aber zurück zum Hauptthema: Brainfood ist das Thema des heutigen Buches, also Essen, das gesund und lecker ist und auch noch dem Kopf zu Gute kommen soll. Mitgebracht habe ich euch dazu das gleichnamige Buch von Rebecca Katz und Mat Edelson. Rebeca Katz ist eine ausgebildete Köchin, Ernährungswissenschaftlerin und leitet das Healing Kitchen Institute in Kalifornien. Mat Edelson ist ein prämierter Wissenschafts- und Gesundheitsjournalist, der bereits einige Bücher zusammen mit Rebecca Katz veröffentlicht hat. Beide haben sich mit der Materie also tatsächlich intensiv auseinander gesetzt und von allem Rebecca Katz verfügt über einiges an praktischen Erfahrungen zu dem Thema.

Auf den ersten 45 Seiten wird in das Thema Brainfood eingeführt, es werden die grundsätzlichen Ansätze vorgestellt, dass es bestimmte Lebensmittel gäbe, die besonders gut für das Gehirn, die kognitiven Fähigkeiten und ähnliches seien. Dabei wird auch darauf hingewiesen, dass es nicht nur darum ginge, dass man „schlaues“ Essen zu sich nimmt, sondern „kognitiv“ schließt dabei auch Krankheiten wie Depressionen, Stress oder Ängste mit ein. Danach werden viele von diesen Lebensmitteln vorgestellt – dabei geht es beispielsweise um Nüsse, Zimt, Quinoa, Mangold, Spinat und vieles andere. Zu jedem dieser Lebensmittel wird kurz beschrieben, wofür es jeweils besonders hilfreich ist. Danach folgen die Rezepte, die in die folgenden Kapitel unterteilt sind:

BrainfoodInhalt

Jedes Rezept wird von einem Einleitungstext begleitet, in dem etwas über das Gericht, seine Zutaten und natürlich seine Berechtigung für dieses Thema erzählt wird. Das ist informativ und hilfreich. Außerdem gibt es Portionsangaben, eine Zubereitungs- und Garzeitangabe, Hinweise zur Haltbarkeit und ausführliche Nährwertangaben. Da bleiben schon mal keine Wünsche offen. Die Zutatenlisten sind übersichtlich und die Zubereitungsbeschreibungen gut verständlich auch recht ausführlich. Ich persönlich mag es lieber, wenn die Zubereitungsschritte durch Absätze oder ähnliches gekennzeichnet sind, weil ich das übersichtlicher finde. Damit wird hier relativ sparsam umgegangen, aber das ist sicherlich auch Geschmackssache. Die vorhandenen Bilder sind hell, freundlich und einladend. Man erkennt die Gerichte gut, die Bilder sind nicht mit Props überladen und man bekommt direkt Appetit. Leider gibt es nicht zu jedem Gericht ein Bild, allerdings zum größeren Teil.

 

Rezepte, die ich bereits ausprobiert habe:

Oliven-Zitronen-Muffins mit Thymian: Diese Muffins basieren komplett auf einem Teig aus gemahlenen Mandeln, Weizen kommt keines hinein. Dadurch werden die Muffins sehr schwer und gehen auch nicht wie gewohnt auf. Geschmacklich sind sie aber großartig! Im Buch sind noch ein paar Varianten, ich denke, demnächst ist die mit Apfel und Zimt dran, die Kombi stelle ich mir auch sehr verlockend vor.

MuffinsZitroneMandelOlive1

 

Mein Fazit: Ich gebe zu, zuerst war ich skeptisch, als ich das Buch in der Verlagsvorschau sah. Brainfood; sollte das die nächste Sau sein, die durch das Bloggerdorf getrieben wird? Jedem sollte wohl klar sein, dass man nicht plötzlich zum nächsten Albert Einstein oder Emmy Noether mutiert, nur weil man sich nach den Ideen in diesem Buch ernährt und man wird auch dadurch nicht aus einer tiefen Depression gerissen. Aber gesunde Ernährung, die auch dem Kopf zu Gute kommt, kann da auch nicht schaden. Insgesamt konnte mich das Buch aber überzeugen und das vor allem durch die Sachlichkeit, die (für ein Kochbuch) genauen Angaben dazu, welches Lebensmittel besonders gut zum Thema passt und vor allem auch durch die Rezepte. Denn seien wir ehrlich: Letztlich zählt in einem Kochbuch doch nur eines: Funktionieren die Rezepte und schmecken die Ergebnisse? Was hilft die schönste Theorie, wenn das Ergebnis nicht schmeckt? Gar nichts, denn niemand wird das Programm dauerhaft durchziehen!

 

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Das Buch „Brainfood“ von Rebeca Katz und Mat Edelson umfasst rund 240 Seiten, kostet 24,95 Euro und erschien im AT-Verlag.

Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar.

 

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  1. also, da bin ich aber sehr gespannt auf Rezepte aus diesem Buch! Ein bißchen berate ich ja meine Kundinnen und Kunden in diese Richtung- wenn ich denn die Chance dazu kriege.

    Antwort
    • Will nicht jeder hören, oder? 😉
      Mir haben diese Mandel-Muffins wirklich richtig gut geschmeckt, die wird es auf jeden Fall noch mal geben und das Rezept könnte ich mir auch sehr gut vorstellen, zu verbloggen.

      Antwort

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