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Rezension: Kocht! Von und mit Johannes B. Kerner

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Eine meiner Lieblingsneuheiten im Kochbuchregal habe ich mir natürlich für das Finale meiner Rezensionswoche aufgehoben. Hier kommt es also… *Trommelwirbel*

Schaut ihr gern Kochsendungen an? Inzwischen kann man ja, wenn man denn möchte, täglich mindestens eine Koch-Show ansehen. Aber tatsächlich war das nicht immer so – der ein oder andere wird sich erinnern. Ich erinnere mich sehr gut an die erste, die ich regelmäßig (meist gemeinsam mit meiner Mutter) verfolgte: Das Kochduell auf VOX. Das Konzept der Sendung war, dass zwei Kandidaten mit einem bestimmten Budget einkaufen durften, was sie wollten und daraus wurde dann in der Show von den beiden Kandidaten mit jeweils einem Profi-Koch etwas (hoffentlich) Leckeres zubereitet. Die zweite Koch-Show, die ich regelmäßig geschaut habe, war „Kerner kocht!“. Ich hatte schon immer das Problem, dass ich erst sehr spät ins Bett ging, vernünftige Mediatheken gab es zu der Zeit noch nicht und im Fernsehen lief spät abends eher wenig brauchbares. Jedenfalls schaute ich gern mal „Kerner / Lanz kocht“. Viele Fernsehköche, die teilweise noch immer, teilweise nicht mehr zu sehen sind, habe ich dort „kennengelernt“.

Johannes B. Kerner hat nun ein Buch über diese Zeit geschrieben. Es geht noch einmal um den (wahren) „Entstehungsmythos“ der Sendung – dass sie nur aus Not ins Leben gerufen wurde, weil George Clooney sehr kurzfristig seinen Auftritt in Johannes B. Kerners Talkshow absagte. Ihr wolltet schon immer eine eigene Kochsendung aufziehen? Kein Problem! Kerner erzählt genau, welche 12 Schritte der Vorbereitung und Durchführung von Nöten sind. Diese und viele weitere Anekdoten von backstage werden erzählt, was sehr amüsant und interessant ist.

Die erste "Kerner kocht"-Sendung, vielen Dank George Clooney... © ZS Verlag/ Wolfgang Lehmann

Die erste „Kerner kocht“-Sendung, vielen Dank George Clooney… © ZS Verlag/ Wolfgang Lehmann

Auch um die legendäre Silvestersendung 2007 geht es beispielsweise im Buch. Was die Sendung legendär machte? Kurz gesagt: Es ging so ziemlich alles schief, was schief gehen konnte. Alexander Herrmann ertränkte sein bis dahin leckeres Gericht gnadenlos in Strohrum, Cornelia Poletto versuchte uns für gefüllte (Kaugummi-)Schweinefüße zu begeistern, Horst Lichter machte Bananen-Marzipan-Pampe, Tim Mälzer und Alfons Schuhbeck „diskutierten“ über ein Linsen-Curry-Süpperl und so weiter… Das Alles endete mit dem Appell von Alexander Herrmann und Alfons Schubeck, die Rezepte bitte keinesfalls nach zu kochen! Wer Lust hat, kann sich die komplette Sendung noch einmal hier anschauen – und wer grad wenig Zeit hat, sollte sich zumindest die letzten 5 Minuten ansehen, die sind großartig!:

Der zweite Teil des Buches ist aber genauso spannend: Hier gibt es 15 Portraits verschiedenster Köche. Jeder wird kurz von Kerner vorgestellt, es gibt ein nettes Foto und jeder hat einige Fragen verschiedenster Art beantwortet. So erfahren wir, dass Ralf Zacherl ein großartiger Handwerker ist, der die Erdbeermarmelade seiner Oma noch immer liebt oder Kolja Kleeberg und ich gemeinsam haben, dass wir uns beim Kochen alle Nase lang die Hände waschen. Ach, und ihr wollt wissen, was Horst Lichter davon hielt, dass Jamie Oliver in einer Keksdose mit Hamsterstreu räucherte? Dann müsst ihr wohl mal einen Blick in das Buch werfen…

V.l.n.r.: Alexander Herrmann, Alfons Schuhbeck, Tim Mälzer, Cornelia Poletto, Horst Lichter, Kolja Kleeberg, Johann Lafer, Sarah Wiener und Andreas Studer. © ZS Verlag/ Wolfgang Lehmann

V.l.n.r.: Alexander Herrmann, Alfons Schuhbeck, Tim Mälzer, Cornelia Poletto, Horst Lichter, Kolja Kleeberg, Johann Lafer, Sarah Wiener und Andreas Studer.
© ZS Verlag/ Wolfgang Lehmann

Allein das alles wäre schon für mich ein ganzes Buch wert, aber das war es noch nicht! Nein! Jeder Koch (bis auf Cornelia Poletto) hat mindestens ein Rezept beigesteuert und so kann man sich auch gleich noch die Sterne und Stars nach Hause holen. Jedes Rezept ist bebildert, gut beschrieben und benutzt nicht allzu spezielle Zutaten. Einziges Manko: Viel Fleisch und Fisch kommt zum Einsatz.

Na, schmeckt's denn? © ZS Verlag/ Wolfgang Lehmann

Na, schmeckt’s denn, was der Kollege gekocht hat? © ZS Verlag/ Wolfgang Lehmann

Mein Fazit: Das Buch habe ich in wenigen Stunden gelesen, weil es so kurzweilig und gleichzeitig fesselnd ist. Vor allem, wenn man gern Koch-Shows ansieht, sich ein bisschen für die Menschen hinter den Fernsehköchen interessiert oder auch gern „Kerner kocht“ gesehen hat, ist dies ein tolles, kleines Buch. Ich mag es sehr – und meine Kleine rennt, seit das Buch angekommen ist, ständig damit durch die Gegend und zeigt mir ihre Lieblingsköche. Und ja, bis auf Rainer Sass kennt sie auch wirklich alle! Früh übt sich…

 

Hier übrigens ist die Sendung mit Jamie Oliver und seinem Smoker zu sehen:

 

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Das Buch „Kocht! – Am Herd mit den Besten der Besten“ von Johannes B. Kerner umfasst 150 Seiten, kostet 16,99 Euro und erschien im ZS Verlag.

Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar!

 

 

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  1. Pingback: Selten so gelacht, DANKE Becky…

  2. Huhu Becky…kostet Euro…wie viele denn davon ^^ *lach* Liebe Grüße Janny

    Antwort
  3. Klingt wirklich interessant. Und die Folge war mir auch unbekannt und ich habe früher viele Kochshows geschaut.
    Liebe Grüße Luna

    Antwort
    • Ja, ein spannendes Buch und es war schön, das mal wieder so kompakt vor sich zu haben. Ich habe die Folge damals sogar „live“ gesehen und fand sie da schon lustig. 😉
      Liebe Grüße, Becky

      Antwort
      • Glaube ich gerne=) Ich habe die Serie damals ab und zu gesehen, aber scheinbar das beste verpasst^^
        Liebe Grüße Luna

        Antwort
        • Tja, hinterher ist man immer schlauer. 😉 Glücklicherweise habe ich aber ja zwei sehr lustige Folge bei Youtube gefunden und so kann man sie sich immer wieder anschauen.
          Liebe Grüße, Becky

  4. Ich kannte die Folge noch gar nicht und bin gerade lachend am Boden gelegen 😀 Ich glaube das Buch muss ich mir auch zulegen. 🙂

    Antwort

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