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Rezension: Die Superfood-Diät

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Es wird mal wieder gesund im Bücherregal: Diät, gepimped mit Superfood und einer Abnehmgarantie. Na wenn das mal nicht DAS Buch zum Jahreswechsel ist. Gut, der ist jetzt schon ein bisschen her, viele gute Vorsätze sind in zwischen bestimmt auch schon wieder in Vergessenheit geraten, aber die Bikini-Saison naht und welche Frau hört da nicht hin, wenn auf einem Buch der Untertitel „In 30 Tagen schlank und gesund“ steht? Meine Neugier jedenfalls war geweckt und so werfe ich heute stellvertretend für euch einen Blick in das Buch „ Die Superfood-Diät“ von Marjolijn van der Velde.

Superfood Diät

Das Konzept des Buches ist recht schnell erklärt: Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt. Im ersten geht es um Theorie – hier erzählt uns Marjolijn, welche Zutaten, Lebensmittel etc. sie für ungesund hält, welche gut sind und wo möglicherweise Probleme auftreten könnten, wenn man ihr Buch tatsächlich von vorn bis hinten durchkocht und wie man die Probleme umgehen kann. Das ist alles sehr ausführlich und sie versucht tatsächlich, auch einigem einen wissenschaftlichen Anstrich zu verpassen, in dem erklärt wird, wie Gluten wirkt, welche Ballaststoffe es gibt und wie sie im Körper wirken und ähnliches. Im zweiten Teil folgen dann die Rezepte. Diese sind allerdings nicht klassisch nach Frühstück, Hauptgericht, Snacks und Desserts geordnet, sondern es gibt genaue Tagespläne. So hat Marjolijn für uns tatsächlich 30 Tage komplett durchgeplant. Es gibt einen Wocheneinkaufsplan (sehr hilfreich, wie ich finde) und eine genaue Liste für jeden Tag, was gegessen wird (inklusive Getränken und Snacks). So kann man sich theoretisch 30 Tage zurücklehnen, überlässt die komplette Planung dem Buch und bereitet einfach zu, was der Tagesplan vorschreibt. Ich halte das für eine tolle Sache, denn so braucht man nicht lange rumsuchen, sich selbst Pläne schreiben und sich dann doch wieder fragen, ob die Gerichte zusammenpassen und man damit die Diät wirklich noch einhält. Auf der anderen Seite entspricht das so gar nicht meinem persönlichen Vorgehen, aber auch hier hat Marjolijn vorgesorgt und schreibt, dass es eigentlich egal wäre, welche Gerichte man an welchem Tag isst und man solle sich frei fühlen, ganz nach Belieben durch zu tauschen.

SchokoladeGlas1

Die Gerichte an sich sind kurz und knackig beschrieben, da sie aber alle recht einfach gehalten sind, denke ich, dass auch Anfänger damit zurecht kommen sollten. Schade ist, dass es nicht immer Bilder zum Rezept gibt, manchmal findet man sie auf anderen Seiten, manchmal aber auch gar nicht. Dafür, dass es hier um ein Buch geht, das sich ausdrücklich um Superfoods dreht, werden gar nicht so viele spezielle Zutaten verwendet. Superfoods spielen natürlich immer wieder eine Rolle, aber auch da geht es selten über die „üblichen Verdächtigen“ wie Quinoa, Chia, Spirulina und Co hinaus.

 

Bereits ausprobierte Rezepte:

Schokolade auf dem Löffel: Im Prinzip wird hier eine Masse angerührt, die an meine Schokoladenrezepte erinnern. Das Ganze kommt in ein Glas, wird gekühlt und kann dann gelöffelt genossen werden. Geschmacklich ok, mir etwas zu wenig süß (und das ist bei schokoladigen Dingen bei mir ungewöhnlich, das meiste ist mir viel zu süß), aber eine nette Idee.

SchokoladeGlas3

Guten Morgen Zitrone: Das Superduper-Auchsteh-Getränk, das in den verschiedensten Versionen eigentlich in so gut wie jedem gesunden Kochbuch zu finden ist. Als mich letzt eine fiese Erkältung niedergestreckt hatte, habe ich so etwas gern getrunken, an „normalen“ Tagen trinke ich es ehrlich gesagt nicht so gern. Der Clou: Etwas Cayenne-Pfeffer macht das Ganze noch gesünder und sorgt für ein hübsches Farbspiel im Glas.

ZitroneCayenne2

Gesunde Bananenkekse: Solche Rezepte liebe ich: Eine handvoll Zutaten, die man quasi immer griffbereit hat, vermischen und heraus kommt ein gesunder Snack, der aber gar nicht so gesund aussieht. Sehr gut! Rezept wird folgen – wenn ihr Interesse habt?!

BananenkeksGesund1

Mein Fazit: Obwohl es mir eigentlich im Kopf vorschwebte, habe ich das Programm nicht durchgezogen, nicht einmal eine Woche. Ich habe mir einige Rezepte rausgepickt, die uns alle gut gefallen haben und ich denke, ich werde bald noch einige ihrer grünen Smoothies testen. Allerdings fällt es mir unheimlich schwer, ein vorgefertigtes Programm umzusetzen, das ist einfach nicht mein Stil und setzt mich sehr unter Druck. Trotzdem gefällt mir das Konzept sehr gut, es ist komplett durchgezogen und wirkt unglaublich durchdacht – das finde ich super! Wer also eine Diät von A bis Z haben möchte, die er einfach nur durchziehen muss, ist mit diesem Buch sehr gut beraten. Wer einfach gesunde Rezepte sucht, die ohne Gluten, Zucker, Fleisch und oft auch noch roh daherkommen, der findet hier ebenfalls schöne Anregungen.

Nur eine Winzigkeit stört mich und das ist der Untertitel: In 30 Tagen schlank und gesund? Wenn jemand 100 Kilo wiegt und Diabetes hat, wird er nicht innerhalb von 30 Tagen auf 70 Kilo und kerngesund sein. Das wäre wiederum auch nicht wirklich gesund, widerspricht sich also schon im Kern. Aber nun gut, dieser Untertitel ist wohl der Werbung geschuldet, also vergesse ich ihn einfach mal.

 

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Das Buch „Die Superfood Diät“ von Marjolijn van der Velde umfasst gute 250 Seiten, kostet 22,95 Euro und erschien im Hölker Verlag.

Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar.

 

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