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Eine volle Ladung Bücher: Clean Eating, vegane Küche und prickelnde Getränke

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Die Rezensionwoche ist schon bald vorbei, aber heute habe ich noch mal eine große Ladung Vorstellungen auf einmal für euch!

Wie alle fleißigen Leser wissen, liebe ich Kochbücher. Ich stelle sie euch unheimlich gern vor, lese vorher darin, koche fleißig Rezepte nach (obwohl ich an sich eigentlich eher der Freestyle-Koch bin und dieses Nachkochen deswegen oft gar nicht so leicht ist für mich, ich will eigentlich immer etwas verändern) und hoffe, dass euch meine Rezensionen gefallen und manchmal auch weiterhelfen bei der Entscheidung, ob ein Buch für euch das Richtige sein könnte.

BuecherVeganCleanEating

Nun ist es aber natürlich auch immer mal wieder so, dass für mich ein Buch in der Ankündigung spannend und toll aussah, liegt es dann vor mir, bin ich aber nicht mehr begeistert. Das halte ich für etwas ganz Normales, es kann einem ja nicht jedes Buch gefallen. Was mache ich also mit diesen Büchern? Einige – die mir aus verschiedenen Gründen gar nicht gefallen – stelle ich dann überhaupt nicht hier vor. Dann gibt es aber auch die Bücher, die eigentlich gut sind, bei denen aber einfach der Funke nicht überspringen will. Genau um solche Bücher geht es heute. Die Bücher, die ich euch heute vorstellen möchte, sind auf ihre Art alle gut, es hat nur einfach nicht bei mir Klick gemacht. Ich möchte sie euch aber nicht vorenthalten und so stelle ich sie euch einmal kompakt und kurz vor:

Clean Eating – Natürlich und gesund geniessen von Alejandro Junger:

Um was es geht: Clean Eating ist Trend, viele Promis laufen mit, das lässt sich prima vermarkten. Kurz gesagt geht es darum, „echtes“ Essen zu sich zu nehmen: Kein Gluten, keine Laktose, keinen Zucker und natürlich keine E-Nummern und Fertigprodukte. Das ist eine Ernährung, die ich grundsätzlich gut finde, wobei ich durchaus Gluten und auch Laktose zu mir nehme, Fleisch ist bei Clean Eating „erlaubt“. Im Buch ist etwas Theorie gesammelt und jede Menge (rund 200) Rezepte zu allen Themenbereichen.

Was mir gut gefällt: Es gibt eine ausführliche und gut strukturierte Einleitung zum Thema „Clean Eating“. Alle Rezepte sind gut gegliedert, es gibt Zubereitungszeiten, Einleitungstexte und extrem ausführliche Nährwertangaben. Die vorhandenen Bilder sind frisch und appetitanregend. Das Register ist ausführlich und hilfreich.

Was mir nicht ganz so gut gefällt: Wer zu jedem Rezept ein Bild braucht, wird mit diesem Buch nicht glücklich – es gibt nur zu geschätzt einem Zehntel der Gerichte Food-Bilder.

Ausprobiert habe ich die Rezepte für „Versunkene Eier in Tomatensauce“ und „Gemüsefrittata“. Ersteres ist eine Art mediterran gewürzte Shakshuka, die bei uns immer wieder gut ankommt. Das Besondere an der Gemüsefrittata ist, dass sie einen recht hohen Kokosmilchanteil hat. Beide schmeckten gut und waren gut beschrieben.

 

Vegan Street Food von Nadine Horn und Jörg Mayer:

Um was es geht: Nadine Horn und Jörg Mayer kennt man von ihrem Blog Eat this! und dies ist inzwischen ihr drittes Buch (Glückwunsch dazu!). Das zweite Buch hatte ich bereits HIER vorgestellt, dort ging es um das vegane Frühstück. Dieses Mal geht es um veganes Streetfood: Verschiedene Burger, Sandwiches, Bowls, Salate, Wraps und Tacos gibt es hier. Alles wird von Grund auf selbst gemacht, jedes Brötchen, Chutney und Patty wird selbst hergestellt.

Was mir gut gefällt: Die Rezeptauswahl ist groß, oft asiatisch inspiriert, aber auch andere Länderküchen kommen zum Einsatz. Wie schon in „Vegan frühstücken kann jeder“ sind die Zubereitungsschritte sehr einfach und auf den Punkt formuliert. Bebildert ist jedes Rezept ansprechend und freundlich.

Was mir nicht ganz so gut gefällt: Die Schrift! Ich bin nun wirklich nicht alt, trage zwar eine Brille, aber mit dem Lesen habe ich normalerweise keine Schwierigkeiten. Die Schrift in diesem Buch ist leider sehr klein und schwach. Kurz: Sehr schlecht beim Kochen zu lesen und selbst auf dem gemütlichen Sofa musste ich mich sehr konzentrieren. Wir alle wissen wohl, dass Fast Food nur zum Essen schnell ist, nicht in der Zubereitung und genau das zeigt sich in diesem Buch mal wieder sehr deutlich.

Ausprobiert habe ich bis jetzt keine Rezepte. Das lag vor allem daran, dass ich im Moment einfach keine Zeit habe, für einen Burger ewig in der Küche zu stehen. Die Zutaten sind im Großen und Ganzen gut zu beschaffen. Mit Seitan hab ich’s persönlich so gar nicht, der wird öfter mal verwendet, aber es gibt auch genügend andere Rezepte.

 

 

Crossroads – Vegan trifft mediterran von Tal Ronner:

Um was es geht: Tal Ronner ist DER vegane Koch in den USA und betreibt ein Restaurant in Los Angeles. Das Konzept ist, mediterranen Geschmack vegan zu kochen, ohne dabei einen Abklatsch eines Originals zu konstruieren. Der Autor ist klassisch ausgebildeter Koch, der schon lange selbst vegan lebt. Mich erinnerte seine Herangehensweise an die von Paul Ivic, der ebenfalls grandios vegan und vegetarisch kocht.

Was mir gut gefällt: Ich bin kein Freund der veganen Küche, die versucht, Fleisch ständig zu imitieren – leider ist das sehr verbreitet. In diesem Buch wird das überhaupt nicht gemacht! Wie auch schon im Klappentext steht:

Gemüse und Gewürze haben es in diesem grandiosen Kochbuch nicht nötig, sich als Fleisch zu tarnen, denn ihnen fehlt es einfach an nichts.

Bei diesem Satz klatsche ich innerlich Beifall, das ist genau meine Meinung und so sollte es sein! Die Rezeptauswahl ist sehr groß, vielfältig und innovativ. Die meisten Zutaten sind bekannt und gut zu besorgen, wobei auch immer wieder speziellere benutzt werden. Auch die Zubereitungsschritte scheinen gut und ausführlich zu sein.

Was mir nicht ganz so gut gefällt: Wenn ich das Buch durchblättere, sehen viele Rezepte toll aus, wie im Restaurant. Es sind viele kleine Einzelschritte von Nöten, die man auch nicht weglassen kann. Auch werden oft Rezepte von Saucen oder ähnlichem in einem anderen Rezept wieder aufgenommen. So verlängern sich die Zubereitungszeiten deutlich. Ich habe das Gefühl, dass ich vieles gern essen, aber nicht unbedingt kochen möchte. Versteht ihr, was ich meine?

Ausprobiert habe ich auch hier noch kein Rezept. Mich sprach zum direkten Ausprobieren nichts so richtig an oder es erschien mir zu aufwändig zu sein. Trotzdem werde ich mir das Buch bestimmt noch ein paar Mal anschauen und dann hoffentlich auch mal etwas ausprobieren. Die Ideen lesen sich toll, da gibt es keine Diskussion.

 

978-3-7995-1025-7

Limo, Spritz & Brause von Hildegard Möller:

Um was es geht: Der Untertitel verspricht „Prickelnde Getränke zum Selbermachen“ und der Klappentext selbstgemachte Limonaden, (Fass-)Brausen und Spritzgetränke, frei von künstlichen Aromen und Konservierungsstoffen. Die ersten warmen Tage kommen bestimmt und erfrischende Getränke kann man da immer gut gebrauchen, dachte ich mir.

Was mir gut gefällt: Im Buch findet man viele Ideen für selbstgemachte Sirups und Grundvorgehensweisen für das Herstellen von Brausepulver. Die Rezepte sind alle sehr übersichtlich gestaltet, in der Zutatenliste stehen alle Zutaten schön sortiert nach Gebrauch während der Zubereitung. Die Zubereitungsschritte wiederholen sich selbstverständlich oft, sind aber gut und ausführlich beschrieben. Alle Bilder sind sehr ansprechend, sommerlich gehalten und machen richtig Lust, auf ein erfrischendes Getränk. Nicht jedes Rezept ist bebildert, bei diesem Thema finde ich das aber nicht schlimm.

Was mir nicht ganz so gut gefällt: Ich hatte nach dem Titel und dem Klappentext ehrlich gesagt etwas anderes im Buch erwartet. Bei der Beschreibung dachte ich, dass auch das „Blubbern“ an der Limonade selbst gemacht wird – konkret dachte ich da an Ginger Bugs, Hefegärung und Co. Damit kann man super Limonaden wirklich selbst machen. Hier im Buch geht es (bis auf die Ausnahme des Brausepulvers) lediglich darum, verschiedene Sirups herzustellen, die anschließend mit Mineralwasser, Bier oder Sekt aufgegossen werden.

Ausprobiert habe ich das Rezept für die klassischen Zitronen-Limonade. Hier wird ein Sirup gekocht, Zitronensaft, -schale und die ausgepressten Zitronen kommen dann über nach hinein und alles zieht schön durch. Leider wurde der Sirup leicht bitter, was ich ehrlich gesagt schon befürchtet hatte, nachdem die komplette Zitrone (also auch das Weiße) zum Aromatisieren des Sirups benutzt wurde.

 

 

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Das Buch „Clean Eating“ von Alejandro Junger umfasst gute 300 Seiten, kostet 19,99 Euro und erschien im südwest Verlag.

Das Buch „Vegan Street Food“ von Nadine Horn und Jörg Mayer umfasst rund 140 Seiten, kostet 19,99 Euro und erschien in der Edition Fackelträger.

Das Buch „Crossroads – vegan trifft mediterran“ von Tal Ronner, Scot Jones und Serafina Magnussen umfasst rund 300 Seiten, kostet 29,99 Euro und erschien in der Edition Fackelträger.

Das Buch „Limo, Spritz & Brause“ von Hildegard Möller umfasst 120 Seiten, kostet 16,99 Euro und erschien im Thorbecke Verlag.

Alle Bücher würden mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.

 

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  1. Pingback: [Rezension] Crossroads – Cookin' Hot

  2. Ah, ich liebe das Crossroads! Mir ist schon lange kein so tolles vegetarisches Kochbuch untergekommen!

    Ich bin mir aber auch immer unsicher was ich mit Büchern machen soll, die mir nicht so gefallen. Bisher habe ich sie immer zurückgeschickt.

    Lg Sara

    Antwort
    • Lustig, da sieht man mal wieder, wie subjektiv das Alles ist… Ich mag das Crossroads zum Durchblättern auch gern und wie ich schon schrieb: Probieren würde ich auch gern einiges davon, aber zum nachkochen ist mir das allermeiste für den Alltag zu aufwändig.
      Ich bin gespannt auf deine Rezension dazu – die bestimmt noch kommt, oder?! Hast du schon etwas nachgekocht?
      LG, Becky

      Antwort
      • Genau, ich finds gerade deswegen spannend 🙂 Außerdem würde man sonst ja gar nicht so viele Kochbücher kennenlernen, wenn alle dasselbe gut finden würden.

        Die Rezension kommt auf jeden Fall! Vielleicht schon nächste Woche, da werde ich eine Kochbuchwoche wegen der Leipziger Buchmesse einlegen.

        Ich würde gerne ein Rezept von den Nudeln ausprobieren, hatte aber bisher noch keine Zeit 😉 Außerdem muss ich ja dann immer auch noch doppelt kochen! Und eine Nudelmaschine hab ich auch nicht, daher 3fach-Arbeit 😀 Ich überlege noch, weil ich ja so viele Rezepte darin toll finde und ausprobieren wollte – ist ja mein erstes veganes 🙂

        Lg Sara

        Antwort
  3. Ich weiss, was Du meinst. Manchmal mag der Funke einfach nicht überspringen. Wobei ich mir bei dem Limo-Buch auch selbst produzierten Bizzel erwartet hätte. Es steht da ja Limo und nicht Sirup.
    Clean Eating finde ich als Konzept seltsam. Warum soll ich kein Gluten und keine Laktose zu mir nehmen, wenn ich keine gesundheitlichen Probleme habe? Das ist einfach nur ein weiterer Trend. Frisch kochen aus naturbelassenen Zutaten würde doch reichen…..

    Antwort
    • Ja, das ist genau meine Meinung! Schön, dass du das verstehst. 😉 🙂
      Bei dem Limo Buch hatte ich das auch so verstanden, dass wirklich selbst zum Sprudeln gebracht wird, das kann man ja toll machen – siehe Hefeansaätze und GInger Bug beispielsweise.
      Und ja, die Gluten und Laktosesache… Klar, mag sein, dass es vielen damit besser geht, aber ich mag mir das auch nicht grundlos entziehen…

      Antwort

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