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Rezension: Raw Detox

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Heute möchte ich euch ein ganz besonderes Buch vorstellen: Es heißt „Raw Detox“ und wurde von Judita Wignall verfasst. Die Amerikanerin schwört auf rohe Küche und will ihren Lesern mit diesem Buch eine Art Leitfaden für eine Entgiftung (= Detox) an die Hand geben. Das lässt schon vermuten: Dies ist mehr als ein einfaches Kochbuch.

Auf den ersten 54 Seiten führt uns Judita in ihre Welt ein: Sie berichtet, warum sie Rohkost für sinnvoll und gesund hält, dass eine Entgiftung bei bestimmten Beschwerden oder Symptomen hilfreich wäre und schreckt sogar vor nicht ganz so schönen Themen, wie beispielsweise Einläufen, nicht zurück. Man bekommt hier als Leser einen sehr ausführlichen und detaillierten Eindruck, wie eine Detox-Kur aussehen kann. In diesem Zusammenhang positiv finde ich, dass es sogar konkrete Pläne gibt, die man lediglich umsetzen muss. Wenn man das möchte, erspart einem das ein eigenes Zusammensuchen von passenden Rezepten und Fragen, welches Rezept genau für welchen Punkt oder Tag geeignet ist. Ich habe tatsächlich überlegt, ob ich einen ihrer Pläne mal voll durchziehen soll. Bis jetzt habe ich das noch nicht, ich bin aber noch nicht durch mit dem Gedanken.

ErdbeerChia1

Kommen wir zum zweiten Teil des Buches: Den Rezepten! Hier gibt es für alle Tageszeiten und Bedürfnisse etwas zu finden. Die Rezepte an sich sind kurz und knackig: Zu vielen gibt es ein Bild, die stets hell und freundlich sind. Ein persönlicher Einleitungstext erzählt uns etwas über das Gericht, über Kombinationsmöglichkeiten oder ähnliches. Die Zutatenlisten sind übersichtlich und die Zubereitungsschritte kurz, aber verständlich und aus meiner Sicht genau richtig. Auch Portions- und Zeitangaben gibt es, allerdings finde ich zweitere selten passend, weil viele Zubereitungsschritte quasi in die Zutatenliste ausgelagert wurden und in der Zubereitungszeit nicht mehr eingerechnet wurden. Sicherlich dauert es nur 5 Minuten einen Salat anzurichten, wenn man alles vorbereitet hat. Zählt man allerdings noch das Filettieren einer Grapefruit, das Waschen, Entstrunken und Kleinhacken von Grünkohl und ähnliches dazu, dürfte man auf mehr Zeitaufwand kommen. Die Rezeptauswahl an sich ist aber vielfältig und durch die schönen Bilder möchte man am Liebsten ins Buch beißen.

Was mich nicht so überzeugt, ist die vielfache Verwendung vor Produkten, die man wohl in einem durchschnittlich sortierten Supermarkt nicht findet (geschweige denn in der eigenen Vorratskammer). Hefeflocken, Chia-Samen und Co rechne ich da gar nicht mehr mit, anders sieht es aber bei Dulseflocken, Lecithinpulver, Jicamawurzel, Kokos-Nektar und einigem mehr aus. Mich persönlich hemmen solche Zutatenlisten und leider kommen in diesem Buch in vielen Rezepten exotischere Zutaten vor.

 

Rezepte, die ich bereits ausprobiert habe:

Erdbeer-Chia-Parfait: Chia-Pudding ist inzwischen ja nun nichts wirklich Neues mehr, aber es gibt ja genug, die darauf schwören. Ich habe dem Ganzen hier noch einmal eine Chance gegeben: Aus Erdbeeren und etwas Süßungsmittel (bei mir Ahornsiurp) wird ein Püree gemixt, aus (pflanzlicher) Milch und Chia-Samen wird ein Gel. Beides wird dann abwechselnd in ein Glas geschichtet. Ehrlich gesagt hat auch diese Variante mich nicht überzeugt, meinem Freund schmeckte es aber sehr gut. (Mit einem „Parfait“ hat das Ganze übrigens nichts zu tun…)

ErdbeerChia

Zitronenwasser: Gerade erst hatte mich mal wieder eine schöne Erkältung niedergestreckt und da habe ich mir jeden Tag eine heiße Zitrone gemacht. Hier wird ebenfalls Zitronensaft mit Wasser, etwas Süße und Cayennepfeffer gemischt. Sehr lecker!

 

Mein Fazit: Das Buch von Judita Wignall kann ich persönlich gar nicht eindeutig einordnen: Die objektiven Punkte finde ich alle sehr gelungen: Die Rezepte sind gut ausgewählt und umgesetzt, die Bilder sind sommerlich-klar, der Einleitungsteil ist ausführlich und hilfreich, wenn man sich mit der rohköstlichen Küche genauer auseinander setzen möchte. Das ist alles sehr überzeugend. Kommen wir zum subjektiven Teil: Ich habe mir jetzt schon ein paar Bücher zum Thema angeschaut, aber ich komme immer mehr zu dem Ergebnis, dass komplette Rohkost wirklich nichts für mich ist. Ich kann auf alles mögliche eine Weile verzichten, aber die komplette warme Küche wegfallen lassen? Nein, das ist mir wirklich zu viel. Das ist aber wirklich meine ganz persönliche Erkenntnis. Wer sich mit Rohkost beschäftigen möchte, wird mit diesem Buch sicher glücklich werden.

 

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Das Buch „Raw Detox!“ von Judita Wignall umfasst 175 Seiten, kostet 19,90 Euro und erschien im Hans-Nietsch-Verlag.

Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar.

 

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  1. Ich könnte auch nicht von Rohkost leben – aber das ist gar nicht der Punkt. Das Cover irritiert mich…..das sieht fast genauso aus wie bei „Oh she glows“….

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