RSS-Feed

Rezension: Rüben und Beten

Veröffentlicht am

Na, habt ihr alle Weihnachten gut überstanden? Ich hoffe, ihr hattet eine schöne Zeit! Wie ihr schon in meinem letzten Artikel lesen und sehen konntet, hat hier noch nicht wirklich der Winter Einzug gehalten. Trotzdem möchte ich euch heute gern ein Kochbuch zu einem typischen Herbst-Winter-Thema vorstellen:

Jeden Spätherbst freue ich mich auf die ersten Steckrüben. Steckrübeneintopf ist einfach etwas unheimlich leckeres, das den Herbst und Winter erst komplett macht. Auch Möhren, Kohlrabi und Rote Bete führen keinesfalls ein Schattendasein. Dass es da aber noch viel mehr Rüben- und Betenarten gibt, wissen sicherlich viele, aber ob schon viele diese probiert haben? Usch von der Winden hat nun ein Kochbuch geschrieben, in dem sie lauter Rezepte mit zwölf verschiedenen Sorten präsentiert.

Rben_und_Beten

Das Augenmerk liegt hierbei vor allem auf Arten, die es schon sehr lange bei uns gibt, die aber in den meisten Fällen seit vielen Jahrzehnten ein Schattendasein fristen und in den meisten Speiseplänen nicht vorkommen. Und selbst wenn die Knollen und Wurzeln selbst gegessen werden, wissen nach wie vor viele Menschen nicht, dass man auch die Blätter wunderbar essen kann. Ich kann mich noch genau an mein erstes Radieschenblatt-Pesto erinnern: Eine richtig leckere, aromatische Sache! Solltet ihr so etwas noch nicht ausprobiert haben, holt das unbedingt nach!

Sehr gut gefällt mir an dem Buch der erste Teil, in dem einiges an grundsätzlichen Informationen geteilt wird und auch auf jede der zwölf Arten einzeln auf einer Doppelseite eingegangen wird. Jeweils eine Seite ist dabei für ein Bild reserviert, auf der anderen wird dann immer die Rübe oder Bete vorgestellt. Hier findet man allgemeine Tipps, wie man beispielsweise die Rote Bete angepflanzt und geerntet wird, zubereiten kann, ob man sie einfrieren kann, wie man die Blätter verwendet und ähnliches. Allzu botanisch wird es hier allerdings nicht, alle Informationen sind eher anwendungsbezogen gehalten.

Bei den Rezepten selbst wird immer fett hervorgehoben, welche Rübe oder Bete gerade Verwendung findet. Es gibt eine Portionsangabe und oft ein Bild vom fertigen Gericht. Wenn es Bilder gibt, sind diese sehr freundlich und recht reduziert gehalten, was Deko drumherum oder ähnliches angeht. Die Zutaten sind in Fließtext aufgeführt und nur durch Punkte voneinander getrennt, davon bin ich kein großer Freund, weil ich es beim Nachkochen unübersichtlich finde, aber das ist sicherlich Geschmackssache. Die Zubereitungsschritte sind verständlich, nicht immer bis ins kleinste Detail ausformuliert, aber im Großen und Ganzen gut verständlich. Ausdrücklich möchte ich das extrem ausführliche und gelungene Register erwähnen – ich weiß, ich hänge mich daran gern auf, aber dieses ist wirklich sehr gut!

Die Rezeptauswahl ist vielfältig, allerdings deutlich nicht vegetarisch. Viele reine Gemüsegerichte sind eher Beilagen, als Hauptgerichte, was sich etwas schade finde, denn man kann auch wunderbare, vegetarische Hauptgerichte aus Rüben und Beten zaubern. Es gibt außerdem ein paar wenige süße Rezepte.

 

Rezepte, die ich bereits ausprobiert habe:

Pastinakenauflauf: Dieser Pastinakenauflauf besteht aus kleingeschnittenen Pastinaken, einer Eier-Sahne-Milch-Mischung und darauf kommen noch Tomaten und Käse. Klang sehr lecker, konnte aber im Ergebnis nicht überzeugen. Die Pastinaken wurden auch nach 45 Minuten Backzeit nicht wirklich gar und weich.

BackenLomelino 031

Überbackene Steckrüben: Steckrüben mag ich gern, das erwähnte ich ja schon als Einstieg, und so wollte ich gern eines der Steckrübenrezepte aus dem Buch ausprobieren. Hier werden Steckrübenscheiben in einer Backform geschichtet, mit einer Butter-Ahornsirup-Mischung bestrichen, gebacken und schließlich mit einigen Camembertscheiben (im Original Taleggio) belegt. Das Ergebnis war sehr lecker und überzeugte.

DSC02053

Mein Fazit: Das Konzept und die Basis des Buches gefällt mir sehr gut: Gerade, wo wir ständig über Regionalität und Saisonalität in Zusammenhang mit Lebensmitteln sprechen, sollten die verschiedenen Sorten von Rüben und Beten eine viel größere Rolle spielen. Usch von der Winden zeigt in ihrem Buch einige tolle Ansätze und Ideen dazu. Bilder und Aufbau des Buches gefallen mir gut, für mich hätten es mehr vegetarische Gerichte sein dürfen und bei der Auswahl der Rezepte hatte ich nur eine 50:50 Erfolgsquote. Trotzdem finde ich es toll, dass es dieses Buch gibt und kann jedem empfehlen, mal selbst einen Blick hinein zu werfen.

 

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Das Buch „Rüben und Beten“ von Usch von der Winden umfasst rund 145 Seiten, kostet 19,99 Euro und ist in der Edition Fackelträger erschienen.

Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar.

 

 

Advertisements

Möchtest du mir deine Meinung mitteilen? Ich freue mich über jeden Kommentar!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: