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Rezension: Vegan – Quick and Easy

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Mögt ihr eigentlich Kochsendungen? Inzwischen ist die Auswahl davon im Fernsehen ja unbeschreiblich groß, man könnte – wenn man denn wollte – jeden Tag Menschen beim Kochen zusehen. Ich schaue so etwas zwischendurch ganz gern mal, wobei es mir dann auch irgendwann zu viel wird. Als Anfang des Jahres „Game of Chefs“ lief, gefiel mir das Konzept aber wirklich gut und ich habe keine Folge verpasst. Im Casting sah ich dann auf einmal jemand sehr Bekanntes: Björn Moschinski tauchte auf und bewarb sich um einen Platz. Warum genau, habe ich eigentlich nicht verstanden, wahrscheinlich wollte er die vegane Küche und sich selbst in den Fokus rücken… Keine Ahnung. Jedenfalls wurde er richtig böse abgewatscht.

Moschinskis Bekanntheit hat dieser Auftritt sicher nicht geschadet, seine Fans halten sowieso zu ihm und zumindest ich war jetzt wirklich gespannt, mal einen Blick in eines seiner Bücher zu werfen. Die Gelegenheit ergab sich, da er gerade passend ein neues Buch geschrieben hat. „Vegan quick & easy“ heißt es.

Das Konzept ist, raffinierte Gerichte in maximal 30 Minuten auf den Tisch zu bringen. Dabei gibt es Salate, Snacks, Hauptgerichte und auch Süßes. Über 60 Rezepte sind hier versammelt. Die Rezeptauswahl ist vielfältig, für jeden Geschmack ist wohl etwas dabei und nach meinem Eindruck sind die Rezepte tatsächlich gut in kurzer Zeit umsetzbar – auch für Anfänger. Die meisten Rezepte fordern nämlich auch wenige und unkomplizierte Arbeitsschritte, sodass auch ungeübtere Köche zu einem guten Ergebnis kommen sollten. So gut wie jedes Rezept ist bebildert und die Fotografien gefallen mir gut: Sie sind klar, zeigen das Gericht und sind trotzdem etwas in Szene gesetzt. Für mich die optimale Mischung. Der Koch hält sich erfreulich im Hintergrund, obwohl er durchaus einigen Bekanntheitsgrad hat, ist das Buch nicht wahllos mit Bildern von ihm vollgestopft.

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Sehr gelungen finde ich die Abschnitte zu Warenkunde, Vorratshaltung und Garmethoden. In der Warenkunde werden einige Zutaten vorgestellt und kurz erklärt, die in der veganen und vegetarischen Küche oft verwendet werden – man hätte diesen Abschnitt auch „Glossar“ nennen können. Wie man Lebensmittel lagert, was man frisch kaufen sollte und was man auch länger lagern kann, kann man in der Vorratshaltung nachlesen. Und schließlich werden noch verschiedene Garmethoden erklärt. Besonders diese drei Abschnitte finde ich sehr schön und hilfreich für Anfänger.

Was mir persönlich überhaupt nicht gefällt, ist die Richtung der veganen und vegetarischen Küche, in der versucht wird, Fleisch irgendwie zu imitieren und nachzubauen. Davon bin ich persönlich überhaupt kein Freund. Entweder man isst Fleisch oder eben nicht. Beides ist für mich vollkommen in Ordnung, ich gehöre nicht zu den militanten Vegetariern. Allerdings nervt es mich, wenn in fleischlosen Gerichten betont wird, dass Räuchertofu so und so gewürzt werden müsse, damit er wie Speck schmeckt oder ähnliches. Das ist hier leider immer wieder der Fall. Versteht mich nicht falsch: Ich mag Tofu gern, aber für mich ist er kein Fleischersatz, sondern eben Tofu.

Hier ein Ausschnitt aus TV total, in dem Stefan Raab und Björn Moschinski zusammen kochen – das Rezept für „Hack“ ist auch in diesem Buch zu finden:

 

Rezepte, die ich bereits ausprobiert habe:

Blätterteigrollen mit Räuchertofu und roten Zwiebeln: Ich stehe total auf Blätterteigrollen, denn sie sind für gewöhnlich schnell gemacht, schmecken lecker und sehen auch noch gut aus. Hier werden sie mit (veganem) Joghurt, Räuchertofu, roten Zwiebeln und noch ein paar Gewürzen und Kräutern gefüllt. Wirklich sehr gut!

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Hirsepudding: Bei diesem Hirsepudding war ich sehr gespannt auf das Ergebnis. Ich hatte mir vorher so eine Art Grießbrei oder süßen Couscous vorgestellt, was ich beides sehr gern mag. Meine Hirse musste deutlich länger kochen, als im Rezept angegeben, aber da mag es einfach verschiedene Hirsearten geben. Nach dem Durchziehen wurde der Hirsepudding sehr fest, zusammen mit etwas roter Grütze schmeckte mir die Kombi gut, allerdings war der Hirsepudding wirklich sehr süß und noch immer etwas körnig. Mit Hirse werde ich wohl in Zukunft noch etwas experimentieren.

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Mein Fazit: Björn Moschinski hat hier einfache, schnell gemachte Gerichte gesammelt und entwickelt, die auch Anfänger gut umsetzen können. Wer ein Einsteigerbuch mit Rezepten (und wenig Theorie) sucht, der ist hiermit gut beraten. Die Ergebnisse haben uns geschmeckt und die Aufmachung gefällt mir ebenfalls. Positiv ist darüberhinaus, dass in den allermeisten Fällen ganz „normale“ Zutaten benutzt werden, man bekommt quasi alles in einem gut sortierten Supermarkt.

 

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Das Buch „Vegan quick & easy“ von Björn Moschinski umfasst 60 Rezepte auf rund 140 Seiten, es kostet 19,99 Euro und ist im Südwest Verlag erschienen.

Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar.

 

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