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Rezension: Gesund backen mit Veganpassion

Veröffentlicht am

Heißt „vegan sein“ auf Genuss und leckeres Gebäck verzichten? Ich glaube, ich habe euch schon durch die ein oder andere Rezension und Rezepte vom Gegenteil überzeugen können. Heute habe ich also noch eine Buchrezension für euch, die dieses Vorurteil abschwächen sollte.

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Mitgebracht habe ich „Gesund backen mit Veganpassion“ von Stina Spiegelberg. Dies ist Stinas drittes Buch, aber das erste, was ich von ihr in den Händen hielt. In diesem Buch dreht sich alles – wie der Titel schon verraten mag – um vegane Gebäcke, die darüber hinaus noch besonders gesund sind. Klingt jetzt nur noch gesund, aber nicht mehr lecker? Weit gefehlt, die Gebäcke schmecken auch richtig lecker!

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Die Rezepte sind in die folgenden Kapitel unterteilt:

Teegebäck & Cookies

Kleines & Feines

Kuchen & Torten

Backen ohne Backen

Herzhaftes

Zusätzlich gibt es noch eine Einleitung und einen Anhang. In der Einleitung gibt es mehrere kurze Einführungen zum Thema veganes Backen (wie kann man Ei gut ersetzen, welche Zutaten werden sonst noch verwendet, 10 schnelle Backtipps), die besonders für Anfänger sicherlich sehr hilfreich sind. Gut ist die ausführliche Erklärung der Symbole, die über jedem Rezept angebracht sind: Dort wird vermerkt, ob das jeweilige Rezept glutenfrei, vollwert, zuckerreduziert, fettreduziert, sojafrei oder voller Antioxidantien ist. Im Anhang gibt es zusätzlich noch einmal eine tabellarische Übersicht über alle Rezepte im Buch mit ihren Kennzeichnungen. Für Allergiker oder Menschen, die aus anderen Gründen darauf achten, sind diese Symbole sicherlich sehr praktisch. Im Anhang findet man dann noch Bemerkungen zur Lagerung, einige Bastelvorlagen, die man sich kopieren kann, einen ausführlichen Glossar und ein Register.

Das Register ist dabei eines der wenigen Dinge, die mir am Buch wirklich nicht gefallen und die ich nicht besonders gelungen finde. Dieses Register führt zwar noch einmal alle Rezepte alphabetisch nach ihren Bezeichnungen auf, aber wer sucht bei „E“ oder „Q“, wenn er etwas mit Bananen sucht? Das müsste man aber, wenn man das „exotische Bananenbrot“ oder die „Quinoa-Bananen-Minikuchen“ finden wollte. Entsprechendes gilt natürlich auch für die „Amarant-Schokohappen mit Mandeln“, den „Exotischen Wirbelkuchen vom Blech“ und so weiter… Sorry, aber solche Register finde ich persönlich nicht hilfreich, vor allem nicht bei einem umfangreichen Buch wie diesem.

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Jedes einzelne Rezept ist ansprechend bebildert und wird von einem kurzen Satz eingeleitet, der Lust auf das Gebäck machen soll. Die Zutatenliste und die Zubereitungsschritte sind übersichtlich gegliedert und aufgeschrieben. Ich bin zwar kein Fan davon, Rezepte in Fließtext zu verfassen, aber das ist Geschmackssache.

Besondere Zutaten werden auf jeden Fall einige verwendet und ganz am Anfang mag das den ein oder anderen hemmen, Rezepte auszuprobieren. Vor allem viele (Vollkorn-)Mehle in verschiedenen Typen, dazu noch verschiedenste Eiersatzpulver (Pfeilwurzelmehl, Tapiokastärke, Kichererbsenmehl, gemahlene Leinsamen) und einiges mehr wird verwendet. Es wäre schön gewesen, wenn es etwas weniger gewesen wären. Es gibt allerdings durchaus Rezepte, die man auch ohne diese speziellen Zutaten zubereiten kann, beispielsweise die Schoko-Bananen-Cookies, die ich ausprobiert habe.

 

Bereits von mir ausprobierte Rezepte:

Schoko-Bananen-Cookies: Sehr leckere, einfach gemachte Bananen-Cookies mit Schokotropfen. Einzig der enthaltene Zitronensaft hat mich etwas gestört, weil der Teig insgesamt dadurch etwas zu sauer wurde, den werde ich das nächste Mal einfach weglassen.

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Amarant-Schokoladenhappen: Ich bin ganz ehrlich: Als ich die Masse anrührte, war ich sehr skeptisch, denn irgendwie verbanden die einzelnen Zutaten sich nicht wirklich, der Kokosblütenzucker löste sich kein Stück auf und schien eher immer pampiger zu werden. Nun gut, dachte ich mir nach einer halben Stunde rühren plus noch etwas Stehen lassen, ab damit in die Förmchen und schauen, was nach der Kühlzeit dabei herauskommt. Und tadaa, die fertigen Pralinen waren richtig lecker! Ok, der Zucker hatte sich tatsächlich nicht ganz aufgelöst, aber trotzdem war alles zu einer Einheit geworden. Wie im Buch sahen die Pralinen trotzdem nicht aus, denn das Fett hatte sich nicht wieder vom Rest der Masse getrennt, wodurch keine Zweifarbigkeit entstanden war, aber ehrlich gesagt störte mich das überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil hatte ich extra viel gerührt, damit die Masse zusammenhalten würde. Das Rezept gibt es bereits HIER.

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Apfel-Karotten-Kuchen: Auf diesen Kuchen habe ich mich ganz besonders gefreut, weil er mich direkt beim Durchblättern des Buches angesprochen hatte. Die Verbindung aus Apfel, Karotte und Buchweizenmehl stellte ich mir sehr lecker vor und ich wurde nicht enttäuscht: Der Kuchen wurde flaumig weich, ein bisschen (angenehm!) matschig und lecker. Das leicht nussige vom Buchweizen passt wunderbar zu Apfel und Karotte. Nächstes Mal gibt es noch etwas mehr Gewürze in den Teig.

Tahini-Spinat-Brezeln: Und auch ein herzhaftes Rezept habe ich ausprobiert und zwar eines, das drei Dinge verbindet die ich gern mag: Tahini, Spinat und Brezeln. Wie die Kombination daraus schmecken würde? Dazu hatte ich im Vorfeld eher wenige Ideen… Der Teig war in Ordnung, benötigte aber deutlich weniger Wasser / mehr Mehl. Das kann bei Hefeteig aber immer mal sein. Die fertigen Brezeln (bei mir wurden es Brötchen) waren sehr fluffig und fein. Geschmacklich kam der Spinat kaum durch, das Tahini hat man leicht geschmeckt, was ich allerdings in dieser Kombi nicht unbedingt brauche. Schlecht waren sie aber keinesfalls!

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Mein Fazit: Das Buch ist sehr gut aufgebaut, für Anfänger und auch Fortgeschrittene geeignet und alle ausprobierten Rezepte haben wunderbar funktioniert. Ein kleines Manko ist die massive Verwendung von Produkten, die sicherlich nicht jeder im Vorratsschrank hat. Hier kann man entweder experimentieren oder muss gegebenenfalls einiges einkaufen. Die Rezeptauswahl an sich finde ich sehr gelungen und vielfältig. Ein schönes Buch für interessierte vegane Bäcker oder solche, die es werden wollen.

Wer eine Kostprobe von Stinas Rezepten haben möchte, kann sie auf ihrem Blog Veganpassion besuchen, dort gibt es auch einen Blick ins Buch, inklusive komplettem Inhaltsverzeichnis.

 

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Das Buch „Gesund backen mit Veganpassion“ von Stina Spiegelberg umfasst gute 200 Seiten, ist im Neun Zehn Verlag und kostet 19,95 Euro.

Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar.

 

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Eine Antwort »

  1. Pingback: Rezension: Veganpassion – Das Kochbuch | Becky's Diner

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