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Rezension: Aus Milch gemacht

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Noch vor wenigen Generationen war es in vielen Familien wohl ziemlich normal, Milchprodukte wie Butter, Buttermilch, Joghurt oder ähnliches selbst herzustellen. Inzwischen gehen wir alle in den meisten Fällen in den nächsten Supermarkt und kaufen diese Produkte dort fertig. Wie viele Menschen, die man zufällig auf der Straße anspräche, hätten wohl eine Ahnung, wie man selbst zum Käser werden kann?

Das Buch, was ich euch heute vorstellen möchte, beschäftigt sich genau mit diesem Thema und gibt uns allen die Anleitungen, um selbst Milchprodukte mit wenigen Handgriffen und Zutaten selbst herzustellen.

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Alle Kapitel sind so aufgebaut, dass zuerst einmal etwas über das jeweilige im Fokus stehende Milchprodukt erzählt wird und anschließend geht es um die Herstellung. Danach folgen einige Rezepte, in denen dieses Milchprodukt eine entscheidende Rolle spielt. Es gibt Kapitel über:

  • Die Käserei in der Küche (einige Tipps, was man beachten muss und welche Gerätschaften man zur Hand haben sollte)
  • Butter
  • Buttermilch (sehr praktisch beim Backen: einfach etwas Essig oder Zitronensaft in Milch einrühren, 10 Minuten warten und fertig ist die Buttermilch)
  • Saure Sahne
  • Crème fraîche
  • Joghurt (will ich schon ewig selbst machen, mich schreckt aber die lange Ofenlaufzeit)
  • Labneh (habe ich schon mal gemacht und auch darüber berichtet: KLICK)
  • Frischkäse
  • Hüttenkäse
  • Ricotta (ebenfalls schon einmal hergestellt: KLICK)
  • Mascarpone
  • Käse auf Feta-Art (darauf bin ich besonders gespannt)

Abgerundet wird das Ganze dann noch von einer allgemeinen Einführung, Bezugsadressen und einem Register.

Orangen-Grieß-Kuchen

Orangen-Grieß-Kuchen

Besonders spannend finde ich ja immer wieder, was man aus wenigen Zutaten spannendes zaubern kann. Butter beispielsweise haben wir früher manchmal aus Sahne gemacht und die war immer wieder unfassbar lecker. In diesem Buch habe ich gelernt, dass man die Butter noch einige Male auswäscht, um sie von der kompletten Molke zu reinigen – das haben wir früher nicht gemacht. Ich denke, das werde ich bestimmt noch mal ausprobieren.

Aber auch die weiterführenden Rezepte machen sehr viel Lust, sie auszuprobieren. Von klassischem Shortbread, über Scones, Joghurtsuppe, verschiedene Tartes (sowohl herzhafte, als auch süße), bis hin zu Fetabrot und Bohnensalat ist alles Mögliche dabei. Jedes Rezept wird von einem netten Text eingeleitet, die Zutaten sind gut beschaffbar und die Zubereitungsschritte sind klar und deutlich formuliert. Die Bilder sind typisch britisch, ein bisschen shabby und eher rustikal gehalten. Vor allem zeigen sie aber das, was sie sollen und das finde ich super.

Serbischer Börek

Serbischer Börek

Unter anderem aus Mangel an Lab, habe ich nicht wirklich viele Rezepte ausprobiert und bis jetzt noch keines der Grundrezepte des Milchprodukte. Trotzdem sind vor allem auch die „normalen“ Rezepte im Buch sehr verlockend und einige leckere Dinge warten da noch auf ihre Probe.

 

Rezepte, die ich bereits ausprobiert habe:

Orangensirup-Grießkuchen mit Crème fraîche: Mit sirupgetränkten Kuchen kriegt man mich ja immer und als ich dieses Rezept in dem Buch fand, war klar, dass er auf meiner Nachbacken-Liste ganz oben stehen würde. Der fertige Kuchen war perfekt: Saftig, mit einer angenehmen Orangennote – nicht zu viel, nicht zu wenig – und mit dem Crème fraîche wird das Ganze schön abgerundet. Wie immer bei solchen Rezepten gilt: Geduld zahlt sich aus, esst den Kuchen erst am Folgetag.

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Serbischer Börek: Knuspriger Yufkateig, der eine saftige Käsemasse umschließt. Zwischendurch bei der Zubereitung war das eine ziemliche Kleckerei. Das Ergebnis war aber sehr lecker!

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Mein Fazit: Mir gefällt das Buch wirklich sehr gut. Man erfährt, wie man auf einfache Art und Weise Milchprodukte selbst machen kann, die die meisten von uns immer fertig im Laden kaufen. Zusätzlich gibt es sehr viele gut klingende Rezepte, die man selbstverständlich auch mit gekauften Produkten umsetzen kann. Alles ist eingebettet in einen britischen Landstil, der sehr angenehm auf mich wirkt.

 

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Das Buch „Aus Milch gemacht“ von Jenny Linford ist im Thorbecke Verlag erschienen, umfasst rund 130 Seiten und kostet 17,99 Euro. Ihr könnt es beispielsweise direkt beim Verlag bestellen: KLICK!

Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar.

 

 

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  1. Das klingt spannend und liest sich wie immer ganz toll. Hab heute grad Butter gemacht-wie passend 🙂

    Antwort
    • Vielen Dank, das freut mich sehr!
      Wenn du gerade Butter gemacht hast: Hast du sie auch so gemacht, wie ich früher – also Sahne überschlagen und dann ausdrücken – oder hast du sie auch noch ausgewaschen, bis keine Molke mehr drin war? Würde mich sehr interessieren. 🙂 LG

      Antwort
  2. Hört sich sehr interessant an, Becky. Besonders den Tipp mit der Buttermilch werde ich mir merken.
    Wie immer bist du unsere Forscherin vom Dienst 😉 Finde ich klasse!
    Liebste Grüße Maren

    Antwort

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