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Rezension: Dinner mit Mr. Darcy

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Mal ehrlich, wie viele von euch hätten gern Mr. Darcy als Teebesuch oder wäre – noch besser aus meiner Sicht – gern auf Pemberley eingeladen? Solltet ihr jemals in die Verlegenheit kommen, einen entsprechenden Gast bewirten oder ein Dinner a la Jane Austen ausrichten zu wollen, habe ich hier das passende Buch für euch: „Dinner mit Mr. Darcy“ ist voll mit Rezepten aus Jane Austens Zeit.

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Für diese Rezension habe ich mir kompetente Unterstützung eingeladen: Eine Freundin hat sich das Buch ebenfalls angeschaut und einiges ausprobiert. Zusammen haben wir vier Rezepte nachgekocht / -gebacken und so viel kann ich schon einmal verraten: Sie haben uns alle vier gut gefallen. (Zur besseren Unterscheidung sind die Teile von Alena, der Freundin, blau eingefärbt.)

Es gibt auf der Verlagsseite einen ausführlichen Blick ins Buch, inklusive dem Inhaltsverzeichnis. KLICK!

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Rezepte, die wir ausprobiert haben:

Mürbe Kekse: Die Kekse sind lecker geworden! Ich habe mich ganz an das Rezept gehalten, außer dass ich die Zitronenschale durch ein paar Tropfen Backaroma ersetzt habe. Geschmacklich erinnern die Kekse mich ein bisschen an dieses typische ‚ostfriesische Teegebäck‘. Durch den braunen Zucker haben sie eine schöne Karamell-Note. Besonders gut an dem Rezept hat mir gefallen, dass man nur wenige (und keine ‚exotischen‘) Zutaten braucht und dass die Zubereitung schnell erledigt ist. 

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Heiße Schokolade: Man kann nicht genug Rezepte für heiße Schokolade ausprobieren. Dieses hier ist auch sehr gut, die Schokolade ist schnell zubereitet, schön schokoladig und auf jeden Fall empfehlenswert.

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Frische Erbsensuppe: Eine sehr leckere, einfach gemachte und unheimlich schnelle Suppe. Die Erbsensuppe ist aber wirklich eine Suppe, kein Eintopf! Ich kann sie mir sehr gut als Vorspeise zu einem Dinner vorstellen.

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Jane‘s Sponge Cake: Der Sponge Cake war lecker (ich hab ihn mit Vanille-Aroma verfeinert), aber ohne die Creme wäre er schon recht dröge gewesen (vor allem am zweiten Tag).

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Hier ist der allgemeine Eindruck von Alena:

Mein erster Eindruck von dem Buch war ein eindeutiges: „Das will ich haben!“

Die Aufmachung des gesamten Buches finde ich gut gelungen und zum Thema passend. Die ansprechenden Bilder machen Appetit darauf, die Rezepte auszuprobieren. Und die eingestreuten historischen Rezepte verleihen dem Ganzen Authentizität. Bisher habe ich viereinhalb Austen-Romane gelesen (Pride and Prejudice, Sense and Sensibility, Mansfield Park, Persuasion sowie gut die Hälfte von Northanger Abbey). Die aufgetischten Speisen sind mir dabei gar nicht aufgefallen (wohl weil ich bei den Dinner-Szenen von den Tischgesprächen abgelenkt war). Ich erinnere mich nur noch an die 2008er BBC-Adaption von „Sense and Sensibility“, in der Fanny Dashwood ihren Ehemann John mit dem Hinweis „Soll der kleine Henry etwa verhungern?“ davon abhält, den Hauptfiguren Mrs. Dashwood und ihren drei Töchtern finanziell unter die Arme zu greifen. Der kleine Henry, ein pummeliges, rothaariges Kind von etwa vier Jahren, stopft sich unterdessen einen Keks nach dem anderen in den Mund. Wenn ich ‚Northanger Abbey‘ weiterlese, werde ich mal darauf achten, was für Speisen serviert werden. Ich finde, dass sich mithilfe von „Dinner mit Mr. Darcy“ ein tolles Regency-Dinner oder ein Ball planen ließe. Mit der richtigen Location und Deko könnten die Speisen einen wirklich in Jane Austens Zeit transportieren

Ich kann mich Alenas Eindruck eigentlich in allen Punkten anschließen: Mir gefällt das Konzept und die Umsetzung des Buchthemas sehr gut! Bei jedem Rezept gibt es einmal die historische Version nachzulesen und zum anderen die moderne. Viele Rezepte wurden von Pen Vogler in Briefen von oder an Jane Austen gefunden. Praktischerweise hat eine nahe Freundin und „zweite Schwester“ von Jane Austen ein Kochbuch geschrieben und so sind die Rezepte im Buch tatsächlich sehr nahe an dem, was die berühmte Schriftstellerin selbst gegessen hat. Ausprobiert haben wir in allen vier Fällen die modernen Versionen, wobei sich vor allem bei der Erbsensuppe beide Versionen nicht wirklich voneinander unterschieden. Alle Rezepte sind ansprechend bebildert.

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Das Fazit: Das Buch ist sehr gelungen und für jeden Jane Austen – Fan ein großer Gewinn! Die Rezepte sind zum guten Teil recht schnell und einfach nach zu machen, es gibt aber auch einige, die länger brauchen oder etwas aufwändiger sind. Für jeden Geschmack sind Gerichte und Gebäcke dabei. Die historischen Anekdoten und Originalrezepte machen dieses Buch zu einem echten Schatz. Eine unbedingte Kauf- / Wünsch- / Schenkempfehlung gibt es deswegen von uns beiden!

 

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Das Buch „Dinner mit Mr. Darcy“ von Pen Vogler ist im Callwey Verlag erschienen, hat rund 160 Seiten und kostet 29,95 Euro. Ihr könnt es beispielsweise direkt HIER beim Verlag bestellen.

Es wurde mir netterweise vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür noch einmal! Meine Meinung bleibt davon selbstverständlich unberührt.

Und vielen Dank auch an Alena, es hat mir viel Spaß gemacht, das Buch gemeinsam mit dir zu rezensieren!

 

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  1. Jetzt habe ich das ideale Weihnachtsgeschenk für meine Tochter: sie liebt sowohl Jane Austen als auch Kochbücher. Dieses Buch ist also das perfekte Geschenk für sie!
    Danke für die Idee!

    Antwort

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