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Rezension: „Ein Kuss aus der Küche“ von Estérelle Payany

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Das Konzept des Buches, das ich euch heute vorstellen möchte, hat mich sofort überzeugt: Dinge, die man sonst immer im Supermarkt kauft, selber machen. Ist es das nicht, was wir Blogger auch oft machen? Voller Vorfreude blätterte ich also in diesem Buch und fand auch auf Anhieb einiges, was ich gern ausprobieren wollte.

KussAusKueche.Cover

Es gibt die folgenden Kapitel: Einleitung, Frühstück, Milchprodukte & Kalte Desserts, Zum Aperitif, Herzhaftes, Saucen & Dips, Zum Kaffee & Tee, Süßigkeiten, Eis, Getränke, Profi-Tipps, Bezugsquellen und ein Register. Dabei gehen die Kapitel alle komplett nahtlos ineinander über, eine Trennseite mit dem Thema des Kapitels finde ich persönlich immer ganz schön zur Übersicht. Dass das Buch ursprünglich französisch ist, merkt man durchaus an der Rezeptauswahl, was mich persönlich aber überhaupt nicht stört, ganz im Gegenteil. Vieles gibt es sowieso in Frankreich und Deutschland, beispielsweise Ketchup, Hamburger, Eis, Joghurt, Käsecracker, Brownies und so weiter und so fort. Die süßen Rezepte dominieren, aber auch einiges herzhafte ist vertreten. Für ein französisches Buch ist allerdings bemerkenswert wenig Fleisch enthalten.

GriesspuddingKaramell8

Der Einband des Buches ist ein sehr ungewöhnlicher. Er wirkt, wie sehr dicke Pappe und ein bisschen wie diese alten Bücher, die man manchmal noch in Antiquariaten oder bei seinen Großeltern in Händen hält. Ich mag ihn nicht so gern, habe aber in anderen Rezensionen gelesen, dass genau dieser Einband sehr lobend hervorgehoben wurde. Wie so oft ist das also schlicht Geschmackssache.

Kokosriegel.KussAusDerKueche7

Zu etwa einem Drittel der Rezepte gibt es ein Bild, was ich etwas wenig finde, allerdings geht es hier um Gerichte, zu denen man meist ein Bild vor Augen hat. Insofern kann man sich gut etwas unter Brownies und Ketchup vorstellen, ein Bild motiviert aber trotzdem noch einmal zusätzlich zum Backen – zumindest mich. Alle vorhandenen Bilder sind im Shabby Chic aufgenommen und machen Appetit.

 

Rezepte, die ich bereits ausprobiert habe:

Jerry’s – Das weiche „englische“ Toastbrot: Das Toastbrot wurde genau so, wie Toastbrot sein wollte: Außen eine leichte Kruste, innen schön weich. Der Teig ist ein normaler Hefeteig mit Milch, Wasser und Öl, ob das bisschen zusätzlicher Essig den Teig so zart werden ließ? Wunderbares Rezept, das wird wieder gebacken!

ToastbrotJerrys

Karamell Grießpudding: Lecker! Bodenständig, leicht gemacht und ein tolles Dessert oder Küchlein zum Vorbereiten. Man kocht einen Karamell, gibt ihn in ein Souffléförmchen, kocht einen Grießbrei, gießt ihn darauf, lässt das Ganze gut durchkühlen und fertig ist der Karamell Grießpudding.

GriesspuddingKaramell2

Gezuckerte Kondensmilch: Ganz ehrlich? Ein komplettes Desaster… Aus Milchpulver, Zucker und Wasser sollte ganz einfach gezuckerte Kondensmilch hergestellt werden. Das machte mich neugierig. Das Ergebnis hatte leider weder Ähnlichkeit mit gekaufter Kondensmilch, noch war es genießbar.

Kokosriegel: Die selbsthergestellte Kondensmilch wird mit Kokosraspeln vermischt, quellen gelassen und dann in Schokolade getaucht. Nach obigem Erlebnis war ich skeptisch, ich stellte trotzdem einen Riegel her und leider schmeckte das Ergebnis dann auch nach der „Kondensmilch“. Grundsätzlich ist die Idee aber gut, mich erinnert das Ganze an die indischen Kokos – Laddoo, die ich vor einiger Zeit schon mal HIER vorgestellt habe, und wenn man normale Kondensmilch verwendet, werden die Kokosriegel bestimmt sehr lecker.

Kokosriegel.KussAusDerKueche1

Jedes Rezept ist durch ein kleines Zeichen als „einfach“, „mittel“ oder „raffiniert“ gekennzeichnet, so kann jeder schauen, ob das Rezept schon etwas für ihn ist. Am meisten wird dabei übrigens „einfach“ verwendet und „raffiniert“ kommt nur selten vor, dieses Buch ist also auf jeden Fall auch für Anfänger geeignet.

Übrigens, die Autorin ist selbst Bloggerin, ihr könnt ihren Blog EsterKitchen HIER finden.

Mein Fazit: Das Konzept ist super und auch die Auswahl der Rezepte finde ich gelungen! Leider hat mich die Umsetzung an ein paar Stellen nicht komplett überzeugt. Nichts destotrotz werde ich noch ein paar Sachen aus dem Buch ausprobieren und hoffe, dass die gezuckerte Kondensmilch ein Ausrutscher war. Als zusätzliches Schmankerl im Buch gibt es übrigens 20 Handmade-Aufkleber, die man aus dem Buch herauslösen kann, was eine nette Idee ist.

 

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Das Buch „Ein Kuss aus der Küche“ von Estérelle Payany ist bei der Edition Michael Fischer erschienen, kostet 19,99 Euro und hat 144 Seiten. Ihr könnt das Buch beispielsweise HIER bestellen. Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar! Meine Meinung bleibt davon natürlich unberührt.

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Eine Antwort »

  1. Pingback: Schau’ mir in den Backofen, Kleines! Das filmische Blog-Event startet genau JETZT! | Becky's Diner

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