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Rezension: „Vegane Cookies“ von Isa Chandra Moskowitz & Terry Hope Romero

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Wenn ich ein neues Backbuch in Händen halte und schon beim ersten Durchblättern 10 Rezepte finde, die ich unbedingt ausprobieren möchte und noch einmal mindestens genau so viele, die man direkt danach machen müsste, dann spricht das dafür, das es sich um ein zukünftiges Lieblingsbuch handeln könnte. Die Probe auf’s Exempel ist natürlich das Wichtigste, aber dazu später mehr.

VeganeCookies.Cover

Da ich einige Zeit keine oder nur sehr wenige Milchprodukte zu mir nehmen durfte, habe ich mich mit dem veganen Backen schon früher eine Weile auseinander gesetzt. Isa Chandra Moskowitz‘ Blog „The Post Punk Kitchen“ kenne ich schon ziemlich lange und schon lange, bevor ich mit dem Bloggen began, hatte ich schon ein paar ihrer veganen Rezepte ausprobiert. Ihr Buch „Vegane Cookies“ fand ich deswegen sehr interessant und freute mich umso mehr, als der Neunzehn Verlag mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

AllesBananeCookies

Herrlich saftige bananige Cookies… Lecker!

Das Buch ist in zwei Teile geteilt: Im ersten wird dem interessierten Leser alles über wichtige Grundlagen der perfekten (veganen) Cookies beigebracht. Auf 35 Seiten geht es um Zutaten, Rüstzeug, die Frage, wie und wodurch man was ersetzen kann und schließlich „Troubleshooting“ – eine Art Ferndiagnose, falls man steinharte, klitschige oder sonstige nicht gelungene Kekse produziert hat. Ich finde es super, dass dieser erste Teil so ausführlich ausfällt. Besonders im Teil über die Zutaten erfährt man viel, was für das vegane Backen unerlässlich ist. In die gleiche Richtung geht die Seite mit Umrechnungstabellen vom amerikanischen ins metrische System. Wer noch nicht so viel Erfahrung damit hat, wird hier sicherlich Hilfe finden.

Im zweiten Teil geht es dann um die Rezepte: Es gibt „Taler Cookies“, „Gesunde Cookies“, „Riegel Cookies“, „Raffinierte Cookies“ und „Geschnittene und gerollte Cookies“. Zu einigen Rezepten gibt es zusätzlich noch Variationsvorschläge und so kommt dieses Buch auf deutlich über 100 Rezepte, von denen ich die allermeisten nicht vom Keksteller schubsen würde. Wie wäre es mit: Chocolate Chip Cookies, Schoko – Toffee – Haferflocken Cookies, Alles Banane Cookies, Erdnussbutter – Haferflocken – Cookies, Erdnussbutter – Karo – Cookies, Mokka Mamas, Karamell – Pekan – Knusperriegel, Erdnussbutter Blondies, Erdnussbutter – Schokoladen – Kissen oder Cookieteig Kugeln? Und das sind nur meine absoluten Favoriten.

CookieDoughKugeln2

Sehen diese Cookiedough-Kugeln nicht zum Reinbeißen aus?

Normalerweise lege ich sehr viel Wert darauf, dass in Backbüchern zu möglichst jedem Rezept ein Bild vorhanden ist. Das ist in diesem leider nicht der Fall, etwa 2/3 der Rezepte kommen inklusive Bilder daher. Alle Bilder, die vorhanden sind, sind einfach, ohne Schnickschnack drumherum, aber alles Wesentliche ist gut zu erkennen und sie machen Appetit. In diesem Buch stören mich die fehlenden Bilder allerdings gar nicht so sehr, denn Cookies sind nun einmal Cookies.

Was ich nicht besonders gut am Buch finde, ist das Register: Die Bananen – Cookies „Alles Bananen Cookie“ beispielsweise sind nicht unter B wie Banane, sondern unter A wie Alles zu finden. Auch die „City Girl Snickerdoodles“ sucht man unter S vergeblich. Das finde ich wenig elegant. Dafür gibt es ein Inhaltsverzeichnis, in dem jeder Cookie aufgeführt ist. Trotzdem finde ich Register, die nach Hauptzutaten geordnet sind, im Alltag deutlich hilfreicher und übersichtlicher.

CowboyCookies2

Da wäre man doch gern ein Cowboy, wenn man dann täglich diese Cookies essen dürfte…

 

Rezepte, die ich bereits ausprobiert habe:

Cowboy-Cookies: Echte Energielieferanten sind diese Cookies: Haferflocken, Kokosflocken, Nüsse und Schokolade. Die Mischung muss schmecken! Zusammengehalten werden sie durch Leinsamen, mit denen ich hier das erste Mal gebacken habe. Nach einem Cookie ist man erst einmal satt und glücklich, aber ein zweiter muss trotzdem noch sein.

CowboyCookies1

Alles Banane Cookies: Sie sehen den Cowboy Cookies sehr ähnlich, sind aber durch die Banane noch einmal deutlich weicher und saftiger. Tolle Cookies: Schnell gemacht, Banane und Schoko passt immer gut zusammen und durch die Haferflocken sind sie schön kernig.

AllesBananeCookies2

Keksteig-Kugeln: Großartig! Mal ehrlich: Warum backen wir unsere Keksteige eigentlich immer, wenn die rohe Version schon so unheimlich lecker ist? Diese Cookiedough Kugeln wird es mit Sicherheit noch öfter geben. Das Rezept habe ich euch bereits HIER vorgestellt.

CookieDoughKugeln3

Ein kurzes Wort noch zu veganen Ersatzprodukten: Mir fällt in veganen Koch- und Backbüchern oft auf, dass in vielen Rezepten die Milchprodukte einfach durch irgendwelche veganen Produkte ersetzt werden, die jene imitieren. Beispielsweise steht dann da „veganer Frischkäse“, statt Frischkäse, „veganer Quark“ und so weiter und so fort. Das ist zwar nett, aber ich denke mir immer, dass man dann auch einfach ein normales Rezept nehmen kann und alle Zutaten entsprechend ersetzt. In diesem Buch ist das anders gelöst: Einige Male wird Seidentofu verwendet und ein einziges Mal habe ich auch veganen Frischkäse gesehen, ansonsten kombinieren die Autorinnen herkömmliche Produkte einfach so, dass ein klasse Cookie dabei heraus kommt. Man muss sich also diese ganzen Ersatzprodukte nicht anschaffen, um aus dem Buch zu backen.

Mein Fazit: Ein super Cookiebuch! Egal, ob man Veganer ist oder nicht, dieses Buch gehört eigentlich in das Regal eines jeden Cookieliebhabers! Die Rezeptauswahl ist sehr vielfältig, alle ausprobierten Rezepte haben super geklappt und meine Nachbackliste ist noch lang. Das Buch ist sowohl für Anfänger, als auch für Fortgeschrittene ein echter Gewinn.

 

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Das Buch „Vegane Cookies“ von Isa Chandra Moskowitz und Terry Hope Romero ist im Neunzehn Verlag erschienen, kostet 11,95 Euro und hat 242 Seiten. Ihr könnt das Buch beispielsweise HIER bestellen. Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar! Meine Meinung bleibt davon natürlich unberührt.

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