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Rezension: „Sommer, Sonne, Picknickzeit“ von Sabine Fuchs

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Es wird langsam richtig sommerlich draußen und auch wenn ich kein großer „Sonnenanbeter“ bin, finde ich eines sehr schön: Picknick! Da trifft es sich gut, dass unsere Postbotin letzt mit einem schönen Paket vor der Tür stand. Der Inhalt: Das Buch „Sommer, Sonne, Picknickzeit“ von Sabine Fuchs, das mir der Thorbecke Verlag netterweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Cover

Das Buch ist aufgeteilt in die Kapitel Sandwiches, Salate, Tapas, Süßes und Getränke. Vor jedem Kapitel gibt es zusätzlich eine kurze Geschichte, Anekdote oder ähnliches. Beispielsweise wird da kurz über die Historie der Picknicks gesprochen und darüber, dass zwar die Briten als ausgesprochene Picknickliebhaber gelten, aber der Begriff „Picknick“ wohl eher aus dem Französischen abgeleitet wird und auch schon die alten Griechen und Römer gern draußen gegessen haben. Diese Geschichten sind alle sehr kurzweilig geschrieben und machen Spaß zu lesen. Darüber hinaus gibt es ein Vorwort, ein Register und ein paar nützliche Tipps und Tricks für das optimale Picknick. Merke: Man sollte immer einen Korkenzieher und ein Messer im Gepäck haben! Eigentlich naheliegend, aber bestimmt schon oft beim fraglichen Packen vergessen worden.

Die passende Umgebung für eine Verkostung von Köstlichkeiten aus einem Picknickbuch ist natürlich draußen! Unter diesem Baum haben wir unsere Picknickdecke ausgebreitet.

Die passende Umgebung für eine Verkostung von Köstlichkeiten aus einem Picknickbuch ist natürlich draußen! Unter diesem Baum haben wir unsere Picknickdecke ausgebreitet.

Die meisten Rezepte sind sehr schön und sommerlich bebildert. Was ich ebenfalls sehr positiv finde, ist, dass unter jedem Rezept ein Hinweis dazu zu finden ist, wie man das Gericht vorbereiten kann und wie man es am besten transportiert. Das wirkt sehr durchdacht, schließlich sollen es ja Gerichte sein, die man mit zu einem Picknick nimmt, da wäre eine 3 stöckige Sahnetorte sicherlich nicht das Richtige. Alles wirkt dabei irgendwie leicht und locker, was ich sehr schön und stimmig für das Thema finde.

Unser Picknick bestand aus Gateaux au chocolat, Sandwiches und Scones (aus einem anderen Buch von dem ich uch bald erzählen werde).

Unser Picknick bestand aus Gateaux au chocolat, Sandwiches und Scones (aus einem anderen Buch von dem ich euch bald erzählen werde).

Ein paar kleinere Kritikpunkte habe ich allerdings auch noch: Leider fehlt mindestens einmal die Angabe, wie groß eine Springformen sein soll. Das ist mit etwas Erfahrung in der Küche auszugleichen, aber besser ist es, wenn so etwas im Rezept dabei steht und wenn dann nicht einmal ein Bild bei dem Rezept dabei ist, kann man leider auch von diesem die Größe nicht ableiten. Außerdem werden teilweise Fertigprodukte wie fertige Vanillesauce verwendet, auch das finde ich nicht so schön. Die allermeisten Rezepte kommen allerdings ohne diese Produkte aus. Über eine Sache bin ich wirklich gestolpert: Durch Zufall hatte ich irgendwann die letzte Seite mit den Bildnachweisen aufgeschlagen vor mir liegen und war irritiert darüber, wie viele Bildnachweise dort waren. Erst dachte ich, dass wahrscheinlich einige der Landschaftsaufnahmen nicht extra für das Buch aufgenommen worden waren, was ja nicht weiter schlimm gewesen wäre. Allerdings sah ich nach etwas intensiverem Hinschauen auch einige Bilder zu Rezepten, die von iStock übernommen worden waren. Beispielsweise wird dieses Bild für das Tabouleh-Rezept im Buch verwendet. Ich habe danach bei einigen meiner anderen Kochbücher nachgeschaut und habe ähnliches (nur) bei einem Zabert-Sandmann-Buch gesehen. Bei mir hinterlässt das einen etwas faden Beigeschmack, muss ich sagen. Ist euch so etwas auch schon mal aufgefallen?

Noch ein kurzes Wort für alle anderen Vegetarier: Da dies kein vegetarisches Buch ist, gibt es natürlich einige Rezepte, in denen Fleisch vorkommt. Es bleiben aber auch für uns genügend Rezepte übrig. Schön finde ich es immer, wenn man die vegetarischen Rezepte bereits im Register durch eine Kennzeichnung erkennen kann. Das ist hier nicht der Fall. Da das Buch mit seinen 96 Seiten aber relativ übersichtlich ist, ist das nicht so schlimm.

 

Rezepte, die ich bereits ausprobiert habe:

Sandwiches mit Ziegenkäse und schwarzen Oliven: Zu einem Picknick gehören Sandwiches unbedingt dazu! Ausgesucht habe ich mir die mit einer Füllung aus Ziegenfrischkäse und schwarzen Oliven. Schnell vorzubereiten, gut zu transportieren und sehr lecker!

SandwichesZiegenkäseOliven

Minicalzone mit Tomaten-Mozzarella-Füllung: Ein Klassiker, der immer wieder lecker schmeckt und super als Picknickessen geeignet ist. Bei den Zutaten fehlte Zucker für den Hefeteig, das dürfte für Menschen ohne viel Erfahrung mit Hefeteig eine frustrierende Sache werden, wenn der Teig nicht aufgeht, weil sie sich an das Rezept gehalten haben. Die Menge der Füllung fand ich sehr knapp berechnet und bei mir wurden es auch weniger Calzone. Grundsätzlich aber sehr lecker.

CalzoneCaprese9

Gateau au chocolat: Schokoladiger, süßer Kuchen, der beim Backen eine Art Karamellkruste bekommt. Einfach und sehr schmackhaft. Den könnte es wieder geben! Statt eines großen Kuchens habe ich mehrere kleine gebacken, weil ich das praktischer für ein Picknick fand, es gab also nicht Gateau, sondern Gateaux au chocolat bei uns.

GateauAuChocolat2

 

Mein Fazit: Insgesamt ist mein Fazit zweigeteilt: Zum einen hat das Buch meine Erwartungen übertroffen. Es wirkt sommerlich leicht, dabei sehr gut durchdacht und wird dem Thema absolut gerecht. Ich werde sicherlich noch öfter darin blättern! Auf der anderen Seite hinterlässt es bei mir einen faden Beigeschmack, wenn sogar Bilder zu Gerichten aus dem Internet übernommen wurden.

 

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Das Buch „Sommer, Sonne, Picknickzeit“ von Sabine Fuchs ist im Thorbecke Verlag erschienen, kostet 14,90 Euro, hat 96 Seiten mit gut 40 Gerichten. Ihr könnt das Buch beispielsweise HIER bestellen. Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar! Meine Meinung bleibt davon natürlich unberührt.

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  1. Pingback: Großbritannien: Cranberry Scones | Cooking around the world

  2. Pingback: Gateaux au chocolat | Becky's Diner

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