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Rezension: Landfrauenküche

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Heute habe ich mal wieder eine Rezension im Gepäck. Es geht dabei um das erste große Kochbuch der Verbraucherzentrale „Landfrauenküche“, das Anfang April erschienen ist.

Landfrauenkueche.Cover

Das Buch beginnt mit der Vorstellung dreier spezieller Bauernhöfe, Tipps zu Lagerung und Einkauf, einer Auflistung, welches Obst und Gemüse im Kühlschrank aufbewahrt werden darf und einem sehr schönen Kalender, wann welches Obst und Gemüse Saison hat. Das Ganze ist eine schöne Übersicht und sicherlich für einige sehr hilfreich. Es folgen vier Kapitel mit Rezepten, für jede Jahreszeit eines. Jede Jahreszeit wird mit einem Menüvorschlag inklusive passender Rezepte abgeschlossen. Beispielsweise sind die Kartoffelklöße, die ich euch hier (KLICK) bereits vorgestellt hatte, ein Teil des Weihnachtsmenüs. Am Ende des Buches gibt es noch einen Anhang mit einem Rezepte- und Zutatenregister, zweiteres finde ich in Kochbüchern immer besonders praktisch, und einer kurzen Vorstellung der Autorinnen Monika Mott und Marita van Koeverden-Göbel.

Die Auswahl der Rezepte gefällt mir sehr gut, denn bei ähnlichen anderen Büchern, die ich schon in der Hand hatte, gab es recht wenig vegetarische Rezepte, wodurch die Kochbücher natürlich für mich recht uninteressant wurden. In diesem Buch der Landfrauen ist es so, dass die Hälfte der Vor- und Hauptspeisen vegetarisch sind. Insgesamt gibt es 100 Rezepte, wovon rund 40 vegetarisch sind, 40 Fleisch enthalten und 20 Nachspeisen und Kuchen sind. Die Verteilung finde ich persönlich sehr gelungen. Gekennzeichnet sind die vegetarischen Gerichte übrigens auch sehr eindeutig bereits im Inhaltsverzeichnis, so braucht man nicht lange nach ihnen suchen.

Mein absolutes Lieblingsrezept: Gemüsepastete

Mein absolutes Lieblingsrezept: Gemüsepastete

Ein paar Kritikpunkte habe ich allerdings ebenfalls: Schön hätte ich es gefunden, wenn die Größen der verwendeten Backformen angegeben wären. Es gibt nun einmal Springformen in unterschiedlichsten Größen und wenn in einem Rezept lediglich steht, dass man „eine Springform“ verwenden solle, finde ich das unglücklich. Das gleiche gilt für die Angabe „1 Rolle Blätterteig“. Bei bereits erwähnten Kartoffelklößen stand nicht dabei, wie sie am Ende tatsächlich gegart werden sollen, wann sie fertig sind und wie viele Klöße man eigentlich aus dem Rezept herausbekommt. Das sind alles Sachen, die man mit ein bisschen Erfahrung in der Küche ausgleichen kann, aber es ist schöner, wenn so etwas in einem Rezept steht. Es gibt nicht zu jedem Rezept ein Foto, leider sind die vorhandenen auch nicht immer gut gelungen, weil einiges unscharf ist oder aus einer Perspektive fotografiert wurde, aus der man vom eigentlichen Ergebnis wenig erkennen kann. Das finde ich sehr schade.

Kresse

Nun aber zu dem für mich wichtigsten Teil, zu den Rezepten, die ich ausprobiert habe:

Als erstes gab es die Kartoffelklöße aus dem Winter-Kapitel. Sie gelangen sehr gut und wir haben sie inzwischen schon mehrfach gegessen. Unbedingte Nachkochempfehlung! HIER geht es zum ausführlichen Artikel.

Lartoffelklöße in Tomatensauce

Kartoffelklöße in Tomatensauce

Die Gemüselasagne habe ich euch ebenfalls schon vorgestellt. Sie war sehr lecker, schnell gemacht und sie ist eine schöne sommerliche Variante der klassischen Lasagne. HIER geht es zum ausführlichen Artikel.

Eine sommerlich leichte Gemüselasagne

Eine sommerlich leichte Gemüselasagne

Ein ausprobiertes Gericht hat uns leider nicht so gut gefallen: Das feine Kressesüppchen. Dabei hat alles so schön angefangen: Fleißig wurde Kresse gesät, gegossen und beim Wachsen beobachtet, es wurden Bagels gebacken (das Rezept gibt es bald) und dann das Süppchen zubereitet, nur war dies etwas sehr flach im Geschmack. Schlecht hat sie auf keinen Fall geschmeckt, aber ich habe es nicht geschafft, der Suppe eine Tiefe im Geschmack zu geben.

Ein feines Kressesüppchen

Ein feines Kressesüppchen

Last but not least: Die Gemüsepastete, die mein absolutes Lieblingsrezept von allen war: Saftig, gemüsig, gleichzeitig käsig, sehr leicht individualisierbar. Einfach toll! Die gab es bei uns spontan gleich zwei Tage hintereinander, mit unterschiedlichen Füllungen allerdings. Diese Pastete sollte ein Standardgericht in allen Haushalten werden! Das Rezept folgt bald.

Mein Fazit: Insgesamt ist die Landfrauenküche in meinen Augen ein sehr gelungenes Kochbuch, das seine Stärken und Schwächen hat. Die Rezepte sind gut und die nachgekochten Gerichte haben uns – bis auf die eine Ausnahme – sehr gut geschmeckt! Dass beim Fotoshooting für die Rezepte alles nach dem Fotografieren freudig verputzt wurde, wie mir der nette Herr von der Verbraucherzentrale schrieb, glaube ich sehr gern. Auf meiner Nachkochliste sind ebenfalls noch ein paar weitere Gerichte gelandet.

 

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Das Buch wurde mir netterweise von der Verbraucherzentrale als Rezensionsexemplar über Blogg dein Buch zur Verfügung gestellt, worüber ich mich sehr gefreut habe. Wer mag, kann das Buch HIER bestellen.

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